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Critical Mass 1973: Radfahrende Schöneberger Sängerknaben holten sich die Straße zurück. Foto: Chris Hoffmann/dpa/picture alliance
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Krisen-Aufklärung im Großen und Kleinen Warum traut diese Regierung sich starke Symbolik nicht zu?

Helmut Schmidt sprach in der Ölkrise von einer „ernsten Situation“, die autofreie Sonntage verdeutlichen sollten. Heute fehlt solcher Mut. Ein Kommentar.

Bei Großthemen wie der Pandemie, der Klimakatastrophe und der tatsächlichen oder vermeintlichen Abhängigkeit von Energielieferungen, die Putins Ukraine-Krieg finanzieren, wird zuweilen ein unsinniger Gegensatz aufgemacht: Individuelle Initiative steht dann systematischer Politik gegenüber, wird sogar als hinderliche Ersatzhandlung herabgewürdigt.

Dabei bedingt sich beides: Initiative im Kleinen, im Kiez kann beispielhaft sein, ansteckend wirken und ein Stimmungsbild schaffen, das zu politischem Handeln auf höherer Ebene motiviert.

Deshalb sind Aktionen wie die Einladung zum Gespräch über sinnvolle Energienutzung der alteingesessenen Initiative Bundesplatz (Termin-Tipp hier in unserem Charlottenburg-Wilmersdorf-Newsletter) neben ihrem praktischen Nutzen auch symbolisch wichtig.

Oder die Forderung der gemeinnützigen Klimaschutzberatung co2online an die Politik nach einer großangelegten „passgenauen, bürgernahen Beratungsoffensive“, zum Energiesparen, veröffentlicht in unserem Newsletter „Background Energie & Klima“.

Anders als die sozialliberale Koalition in der Ölkrise, traut sich die Ampel starke Symbolik wie autofreie Sonntage nicht zu, die den Menschen eine „ernste Situation“ (Helmut Schmidt) verdeutlichen sollte. Sie muss offenbar noch aus der Zivilgesellschaft ermutigt werden.

Hier noch einige Themen, die Sie im aktuellen Newsletter für Charlottenburg-Wilmersdorf vom Tagesspiegel finden:

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