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Monika Herrmann (Bündnis 90/Die Grünen), Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg. Foto: Christoph Soeder/dpa
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Kreuzbergs Bezirksbürgermeisterin Herrmann „Die Zahl der Autos in Berlin muss spürbar verringert werden“

Es gehe nicht nur um Verkehrsberuhigung und Flächengerechtigkeit, sondern auch um Klimaschutz: Herrmann plädiert für weitere Straßensperren für Autos im Bezirk.

In den Berliner Stadtteilen Kreuzberg und Friedrichshain sollen nach dem Willen der Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann weitere Straßen für Autos gesperrt werden. „Wir wollen, dass der motorisierte Individualverkehr in der Innenstadt so stark wie möglich reduziert wird“, sagte die Grünen-Politikerin der „Berliner Zeitung“.

Kürzlich hatte das Bezirksamt entschieden, auf einem Teil der Bergmannstraße nur noch Radfahrer und Fußgänger zuzulassen. „Was in der Bergmannstraße geschieht, kann als Blaupause dienen“, sagte Herrmann. Diskussionen gebe es auch über die Katzbachstraße, den Wrangelkiez und die Oranienstraße.

„Es geht nicht nur um Verkehrsberuhigung und Flächengerechtigkeit, sondern auch um Klimaschutz“, verteidigte Herrmann das Vorgehen. „Die Zahl der Autos in Berlin muss spürbar verringert werden. Sonst erreichen wir die Klimaziele nicht.“ Dazu sollte aus ihrer Sicht auch der Preis für Anwohner-Parkvignette dreimal so hoch sein wie die derzeitigen 10,20 Euro pro Jahr. „Wir können gern auch über eine City-Maut für Berlin sprechen“, sagte Herrmann.

Die 56-Jährige kündigte zudem an, die Bezirkspolitik möglicherweise zu verlassen. „Ich überlege, ob ich in Kreuzberg für das Abgeordnetenhaus kandidiere“, sagte sie. Dort würde sie Verkehrspolitik machen, strebe aber kein Regierungsamt an. „Ich will erst mal ruhiger treten.“ (dpa)

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