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Klimaaktivisten auf dem Brandenburger Tor. Foto: imago images/Future Image
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Update Klimaprotest in Berlin Aktivisten von Extinction Rebellion steigen auf Brandenburger Tor

Die Umweltschutzbewegung Extinction Rebellion demonstrierte am Freitag am Brandenburger Tor, Polizei räumt Sitzblockaden.

Am Freitagmorgen haben Aktivisten der Umweltschutzbewegung Extinction Rebellion das Brandenburger Tor in Berlin blockiert. Fotos auf Twitter zeigen zudem, dass einzelne Protestler auf das Berliner Wahrzeichen geklettert sind. Fotos des Twitter-Kanals von Extinction Rebellion Köln zeigen fünf Personen, die vor der Quadriga, dem Pferdegespann auf der Spitze des Tores, stehen.

Nach Angaben der Polizei seien am Morgen rund 200 Personen auf dem Platz des 18. März versammelt gewesen. „Einige haben dann das Brandenburger Tor erklommen und sich an die Quadriga gekettet“, sagte ein Polizeisprecher. Inzwischen seien Höhenretter der Polizei unterwegs, um die Demonstranten vom Tor zu holen. Es werde wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung des Denkmals ermittelt. Die Demonstranten hätte dann zudem die Fahrbahn der Ebertstraße besetze und sich an zwei Lastwagen gekettet. Zudem sei ein riesengroßes Dreibeingestell aufgestellt worden, in das sich eine Person gehängt habe.

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Der Einsatzführer der Polizei habe die Aktion als Versammlung gewertet, sagte der Sprecher. Es seien jedoch Auflagen erteilt worden. So sollten die Demonstranten die Fahrbahn wieder frei machen und zurück auf den Platz des 18. März. Dazu würden die Demo-Teilnehmer per Lautsprecherdurchsagen aufgefordert. Sollten sie dem nicht nachkommen, werde die Polizei körperlichen Zwang einsetzen und bei Bedarf die Demonstration auch auflösen.

Sprecher von Extinction Rebellion: Hier wird keiner freiwillig gehen

Ein Sprecher von Extinction Rebellion teilte am Morgen mit: „Hier wird keiner freiwillig weggehen, wir bleiben, bis die Polizei uns wegträgt“, sagte er der Deutschen Presse Agentur. Mit der Aktion wollten die Aktivisten ihrer Forderung an die Politik Nachdruck verleihen, mehr gegen den Klimawandel zu tun. Die Protestwoche, zu der Extinction Rebellion und andere Initiativen aufgerufen hatten, begann mit Verzögerungen und weniger Teilnehmern als erwartet.

Die Aktivisten dokumentierten ihre Aktion am Freitagmorgen fortlaufend auf Twitter. Auf einem Video, das vom Account von Extinction Rebellion Deutschland gepostet wurde, ist zu sehen, wie von der Spitze des Brandenburger Tors aus Aufnahmen gemacht werden, die Protestgruppe vor dem Tor ist zu sehen, Aktivisten auf der Tor, sowie der Tiergarten und die Siegessäule.

In einem Tweet von Extinction Rebellion rief am Freitagmorgen in mehreren Tweets zum Protest vor dem Brandenburger Tor auf, die Berliner Gruppe schrieb zudem, dass "Menschen (...) angeklebt, angekettet und verdammt motiviert" seien. Auf weiteren Fotos auf Twitter ist zu sehen, wie die Polizei am Freitag Sitzblockaden der Demonstranten räumt und einzelne Personen wegträgt.

Bereits am Montag klebten sich Aktivisten auf der Straße fest

Die Gruppe ist dafür bekannt, durch Aktionen des zivilen Ungehorsams auf ihre Anliegen, den Klimaschutz, aufmerksam zu machen. In dieser Woche kam es Berlin zu weitreichenden Klimaprotesten, schon am Montag hatten sich Aktivisten mit Sekundenkleber auf dem Boden festgeklebt.

Die Klimaaktivisten sind nicht die ersten, die das Brandenburger Tor besetzt haben, um ihre Ziele zu propagieren. Vor fünf Jahren, im August 2016, waren Rechtsextremisten der Identitären Bewegung auf das Tor geklettert und hatten ein Transparent entrollt: „Sichere Grenzen, sichere Zukunft“. Der Tagesspiegel nannte derlei Aktionen von Rechtsextremisten in einer Analyse damals: „Die Greenpeace-Masche der Identitären.“

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