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Eine Party im KitKatClub, noch zu Zeiten vor Corona Foto: imago/imagebroker
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Update Kitkat öffnet für Schnelltests Berliner Fetisch-Club soll Corona-Testzentrum werden

Ab Freitag soll man sich im Kitkat nach Anmeldung testen lassen können. Viele weitere Berliners Clubs wollen nachziehen - 400 Helfer haben sich schon gemeldet.

Der Kitkat-Club in Mitte wird zum Corona-Testzentrum. Mit den Worten “Kommt nackt & seid wild” verkündeten die Betreiber des Fetisch- und Techno-Clubs am Montag, dass sie ab dem 4. Dezember Corona-Schnelltests anbieten wollen.

Das mit dem Nackt- und Wildsein ist wohl weniger ernstgemeint - man habe Angst, gleich als illegale Party gelten, schreiben die Betreiber mit einem Augenzwinkern. Die Tests wird es aber tatsächlich geben. Sie werden begleitet von einer Ärztin und medizinisch geschultem Personal direkt im Club durchgeführt, heißt es weiter.

Die Corona-Tests sollen ab Freitag für knapp 25 Euro angeboten werden. Die Tests finden direkt im KitKat statt (Köpenicker Str.76 in 10179 Berlin; U-Bahnhof: Heinrich-Heine-Straße) statt. Wer sich testen lassen möchte, kann sich dort in dieser Woche von Freitag, 4. Dezember, bis zum Sonntag, 6. Dezember, von 10 bis 19 Uhr testen lassen. Ab kommender Woche hat das Test-Zentrum dann von Mittwoch bis Sonntag geöffnet, jeweils von 10 bis 19 Uhr.

Nach dem derzeitigen Teil-Lockdown wollen auch andere Berliner Clubs nachziehen, sagte Lutz Leichsenring, Sprecher der Clubcommission, am Montag. "Ziel ist es nicht, Geld zu verdienen, sondern dass sich die Menschen wieder freier bewegen können."

Geplant seien Nachbarschaftszentren, in denen sich Ausgehwillige schnell und kostengünstig testen lassen können, bevor sie Restaurants, Bars oder auch die Oma besuchen, sagte Leichsenring. Die Klubs böten dafür genügend Platz. "Räume, die man gerade für nichts anderes nutzen kann, für solche Zwecke zu nutzen, liegt ja irgendwie auch nahe", sagte Kultursenator Klaus Lederer (Linke) zur Idee. 

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Geplant sei es, Tests bald für weniger als 20 Euro in Kombination mit einer Software anzubieten, die die Ergebnisse auch für Bars und Restaurants ersichtlich macht. "Es wird aber keine Datenkrake sein", sagte Leichsenring. Noch sei unklar, wie aussagekräftig die Tests seien, aber um einen schönen Abend zu verbringen, böten sie eine gewisse Sicherheit. 

Das Interesse unter den etwa 300 Mitgliedern im Verband, sich zu beteiligen, sei groß. Auch etwa 400 Personen mit einer medizinischen Ausbildung hätten sich bereit erklärt, mitzuarbeiten, sagte Leichsenring.

Eintritt nur mit QR-Code möglich

Eine medizinische Begleitung wird es auch im Kitkat geben. Ansonsten soll das Testen dort wie folgt funktionieren: Wer einen Test machen möchte, muss sich vorher Online dafür registrieren. Statt luftiger oder besonders ausgefallener Kleidung muss, wer rein will, einen QR-Code an der Club-Tür vorzeigen.

Zutritt wird nur mit Maske gewährt, schreiben die Betreiber. Das Testergebnis soll schon nach 25 Minuten kommen. Wer positiv getestet wird, muss sich isolieren und einen PCR-Test zum Beispiel beim Hausarzt machen.

Der Post der Betreiber wurde bis zum späten Montagabend 250 Mal geteilt, mehr als 300 Kommentare standen unter dem Facebook-Post. Die Betreiber wurden vor allem dafür gelobt, dass sie "soziale Verantwortung" übernehmen würden. Besonders zu Beginn der Pandemie galt die Club-Szene als einer der Haupttreiber der Virus-Ausbreitung in Berlin.

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