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Das Camp der Klimaaktivisten im Berliner Regierungsviertel. Foto: Paul Zinken/dpa
© Paul Zinken/dpa

Update In Ohnmacht gefallen Klimaaktivist nach Hungerstreik in Berliner Krankenhaus eingeliefert

Seit zwei Wochen campieren Aktivisten in der Nähe des Reichstags und fordern per Hungerstreik eine radikale Klimawende. Ein 27-Jähriger wurde nun ohnmächtig.

Nach mehr als zwei Wochen Hungerstreik für eine radikale Klimawende ist einer der Beteiligten am Dienstagnachmittag in Berlin ins Krankenhaus gekommen.

Der 27-jährige Jacob Heinze sei ohnmächtig geworden und über einige Zeit nicht ansprechbar gewesen, sagte die Sprecherin der Aktion, Hannah Lübbert, der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb habe man einen Krankenwagen gerufen. Der junge Mann sei in die Charité gebracht worden. Wie es ihm gehe, sei unklar.

Die Klimaaktivisten hatten nach eigenen Angaben am 30. August einen unbefristeten Hungerstreik begonnen. Damit wollen sie eine öffentliche Diskussion mit allen drei Kanzlerkandidaten erreichen sowie die Einsetzung eines Bürgerrats, der der Politik Sofortmaßnahmen gegen den Klimawandel vorgeben soll. Die Aktivisten leben in einem Camp in der Nähe des Reichstags.

Man habe einige Zeit vergeblich mit den Büros der drei Kanzlerkandidierenden - Armin Laschet (CDU/CSU), Olaf Scholz (SPD) und Annalena Baerbock (Grüne) - über einen Termin für das Gespräch verhandelt, erklärte Lübbert schriftlich.

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„Wir können jetzt nicht länger warten und legen selbst einen Termin fest: am 23. September, 19.00 Uhr.“ Bei einer öffentlichen Zusage der Kandidaten zu dem Gespräch werde der Hungerstreik umgehend beendet, hieß es weiter. Solange würden die fünf verbliebenen Hungernden weiter machen.

"Wichtiger als 16 Tage Hungerstreik. Keine Partei hat ein Wahlprogramm, welches nur im Ansatz die Physik von klimatischen Kipppunkten ernst nimmt", hatte Heinze noch am Dienstagmorgen bei Twitter geschrieben. Es müsse "das tödliche Weiter so" verhindert werden. "Es geht um alles." (Tsp, dpa)

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