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Wenn man sich in häusliche Quarantäne begeben muss, können die Tage ziemlich lang werden. Doch die Befreiung ist an Bedingungen geknüpft. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
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Im Idealfall nur noch fünf Tage Berliner Senat will verkürzte Corona-Isolationsfrist beschließen

Eine auf fünf Tage verkürzte Isolation steht am Dienstag auf dem Programm des Senats. Noch offen ist die Zukunft der Schultests. Ein weiteres Thema: Taxis am BER.

Für Menschen mit einer Corona-Infektion in Berlin verkürzt sich in Zukunft die Isolationsfrist. Einen entsprechenden Beschluss will der Senat bei seiner Sitzung am Dienstag fällen. Geplant ist, dass sich Infizierte künftig nur noch fünf Tage isolieren müssen, wenn sie 48 Stunden symptomfrei sind und einen negativen Test vorweisen können. Bisher sind auf Basis verschiedener Kriterien sieben bis zehn Tage Isolierung vorgeschrieben.

Der Senat hatte das Thema bereits vor einer Woche auf seiner Tagesordnung, wegen offener Fragen aber noch einmal verschoben. Zuletzt hatten auch die Gesundheitsminister von Bund und Ländern noch einmal über die Fristverkürzung geredet und sich grundsätzlich darauf verständigt. Zur Begründung verwiesen sie nach ihrer Schaltkonferenz am vergangenen Donnerstag auf zunehmende Immunität in der Bevölkerung und mildere Corona-Verläufe mit der Omikron-Variante.

Noch unklar ist, wie es mit der Testpflicht an Schulen weitergeht. Tagesspiegel-Informationen zufolge deutete sich am Montag in der turnusgemäßen Sitzung der Staatssekretäre eine Abschaffung in der bisherigen Form ab dem kommenden Montag an. Künftig sollte nur noch anlassbezogen und nicht mehr, wie bislang gültig, an drei Tagen die Woche verpflichtend getestet werden, hieß es - so wie es auch in den Kitas.

Ein Sprecher der Bildungsverwaltung dementierte jedoch ein geplantes Ende der Testpflicht und erklärte, seine Verwaltung werde verpflichtende Tests weiter anordnen können. Der Hygienebeirat, ein beratendes Gremium der Bildungsverwaltung, empfahl eine abgeschwächte Testpflicht: Ab kommendem Montag soll demnach zweimal pro Woche verpflichtend und unter Aufsicht in der Schule getestet werden. Ein zusätzlicher Test für zu Hause wird ausgegeben und angeraten.

Taxis am BER: Einheitlicher Flughafentarif geplant

Ein weiteres Thema im Senat sind die Taxitarife am Flughafen BER. Der Senat plant einen Beschluss, wonach eine einheitliche Tarifstruktur für alle Fahrten ab Flughafen eingeführt wird - und zwar egal, ob das Taxi aus Berlin kommt oder aus dem brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald, auf dessen Gebiet der BER liegt.

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Außerdem dürfen Berliner Taxifahrer in Zukunft einen Zuschlag von 1,50 Euro je Fahrt ab BER verlangen. Damit sollen Kosten für die Nutzung der Taxiwartezonen am Airport bestritten werden. Taxis aus dem Landkreis Dahme-Spree erheben diesen Zuschlag bereits seit geraumer Zeit.

Aktuell dürfen nur 400 Taxis aus der Hauptstadt Passagiere am Flughafen aufnehmen. Die übrigen müssen leer zurückfahren, nachdem sie Menschen aus der Hauptstadt zum BER gebracht haben. (Tsp, dpa)

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