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Sieben Gaststätten in Tempelhof wurden kontrolliert. (Symbolbild) Foto: imago images/Marius Schwarz
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Gefälschte Tests, fehlende Nachweise Etliche Corona-Verstöße bei Gaststätten-Kontrollen in Tempelhof festgestellt

Sieben Gaststätten kontrollierten Polizei und Ordnungsamt. Mehrere gefälschte Test-Bescheinigungen wurden entdeckt. Zwei Betriebe wurden amtlich versiegelt.

Polizei und Ordnungsamt haben bei Gaststätten-Kontrollen in Berlin-Tempelhof mehrere gefälschte Corona-Bescheinigungen entdeckt sowie etliche Verstöße gegen die Infektionsschutzverordnung festgestellt. Das teilte das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg am Donnerstag mit.

Die Kontrollen betrafen sieben Betriebe und fanden den Angaben zufolge verdachtsunabhängig in der Nacht vom vergangenen Sonnabend auf Sonntag statt. "Hierbei lag neben den allgemeinen Gewerbekontrollen der Schwerpunkt bei der Kontrolle der '3G-Regel' in der Innengastronomie", hieß es in der Mitteilung des Bezirksamtes. Die 3G-Regel besagt, dass der Zutritt nur Geimpften, negativ Getesteten und Genesenen erlaubt ist.

Eine Reihe von Testbescheinigungen hätten sich als Fälschungen herausgestellt. 56 Personen seien angetroffen und kontrolliert worden, wobei 45 Verstöße gegen die Berliner Infektionsschutzverordnung festgestellt worden seien.

Dem "RBB" sagte die zuständige Bezirksstadträtin Christiane Heiß, sechs Personen hätten gefälschte Corona-Tests oder gefälschte Impf-Zertifikate gehabt, 45 Personen hätten gar keine Nachweise gehabt. "Da hat der Wirt offensichtlich seine Kontrollpflichten nicht so ganz wahrgenommen", sagte Heiß dem Sender.

Laut Mitteilung des Bezirksamts sind 45 Betroffene für den Abend aus den Gaststätten verwiesen worden, sechs Strafanzeigen wegen Urkundenfälschung seien in die Wege geleitet worden. "Die Gewerbetreibenden wurden auf die Verpflichtungen hingewiesen, sämtliche Gäste zu überprüfen und bei Nichterbringen der Nachweise den Zutritt bzw. Aufenthalt zu verweigern."

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Zwei Gaststätten wurden außerdem amtlich versiegelt – wegen fehlender Schankerlaubnis und illegalen Glücksspiels beziehungsweise fehlender Gaststättenaufsicht, teilte das Bezirksamt mit. Auch sechs Verstöße bezüglich des Jugendschutzes und acht Verstöße gegen den Nichtraucherschutz wurden festgestellt.

"Die Akzeptanz für die Maßnahmen zur Eindämmung und Bekämpfung des Coronavirus nimmt merklich ab, sodass die Dienstkräfte des Ordnungsamtes und der Polizei vermehrt Widerständen ausgesetzt sind", hieß es vom Bezirksamt weiter -"sei es zum Beispiel bei der Auskunftserteilung hinsichtlich der Personaldaten oder der Aushändigung persönlicher Gesundheitsdokumente sowie ein starkes Anzweifeln der Sinnhaftigkeit der Auflagen bis hin zu Beleidigungen." Die Einsätze von Polizei und Ordnungsamt fänden kontinuierlich statt, zudem überprüfe das Ordnungsamt Gewerbebetriebe auch fortwährend allein. (Tsp)

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