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Stark gefordert. Eine Berliner Beamtin übernimmt die Leitung der EU-Polizeimission in Niger. Foto: Kay Nietfeld/dpa
© Kay Nietfeld/dpa

Gefährlicher Job in afrikanischem Staat Berliner Polizistin leitet Polizeimission in Niger

Antje Pittelkau ist die erste deutsche Polizistin, die eine internationale Polizeimission führt. In Niger steht der Kampf gegen den Terror im Vordergrund.

Eine Berliner Polizistin übernimmt in Afrika einen brisanten Job. Der Rat der Europäischen Union habe die Leitende Polizeidirektorin Antje Pittelkau mit Wirkung zum 16. Januar zur Leiterin der EU-Polizeimission in Niger ernannt, teilte das Bundesinnenministerium am Dienstag mit.

Pittelkau ist die erste deutsche Polizistin, die den Chefposten einer internationalen Polizeimission übernimmt. Die Aufgabe in Niger ist allerdings besonders gefährlich. Das Land wird von Terror heimgesucht, allein im Januar starben bei Angriffen von Milizen auf zwei Dörfer mehr als 100 Menschen. In dem Land und den Nachbarstaaten sind islamistische Gruppierungen aktiv, darunter Gruppen mit Verbindungen zur Terrormiliz „Islamischer Staat“ und zu „Al Qaida“.

Pittelkau ist jedoch mit der brisanten Lage vertraut. Seit 2018 ist als stellvertretende Leiterin der Polizeimission EUCAP Sahel Niger tätig. Zuvor war sie Referatsleiterin in der Berliner Senatsverwaltung für Inneres.

Pittelkau gehört der Berliner Polizei seit 1987 an. Die EUCAP Sahel Niger wurde 2012 eingerichtet, um beim Aufbau der nigrischen Sicherheitskräfte zu helfen.

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Die Polizeimission solle die örtliche Polizei, Nationalgarde und Gendarmerie „zur Bekämpfung von organisierter Kriminalität und Terrorismus“ befähigen, sagte das Bundesinnenministerium.

Staatssekretär Hans-Georg Engelke bezeichnete die Ernennung einer deutschen Polizistin zur Chefin einer internationalen Polizeimission als überfälligen Schritt  und „Signal für Deutschland und die EU“. Ziel sei, „die herausragenden Leistungen von Frauen auch bei internationalen Führungspositionen noch stärker zu würdigen“.

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