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Absperrband sichert das Museum nach dem Raub. Foto:

Update Garnituren aus Grünem Gewölbe gestohlen Beweise für Juwelendiebstahl in Dresden in Berlin gefunden

Nachdem Unbekannte im November 2019 ins Schatzkammermuseum in Dresden eingedrungen waren und mit der Axt eine Vitrine zertrümmert hatten, gibt es nun eine Spur. 

Im Zuge der Ermittlungen zum Juwelendiebstahl aus dem Dresdner Schatzkammermuseum Grünes Gewölbe im November 2019 ist die Soko Epaulette am Mittwoch in Berlin fündig geworden. 

Bei der Durchsuchung eines Internet-Cafés im Bezirk Neukölln und der Wohnung eines dort Beschäftigten wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, wie die Staatsanwaltschaft Dresden mitteilte. 

„Wir gehen davon aus, dass er mit den Tätern in Kontakt stand“, sagte ein Sprecher. Es bestehe der Verdacht, dass er ihnen auf fiktive Personalien registrierte SIM-Karten, die von den Tätern benutzt wurden, verkauft hat oder sie zum Vertrieb an das Café gab. 

Ob er deren Verwendung kannte, ist bisher unklar und der Mann nicht tatverdächtig. Die Ermittler nahmen Geschäftsunterlagen, Mobiltelefone und Speichermaterial mit, die nun ausgewertet werden. 

Sie hoffen, dass sie zu den Käufern der SIM-Karten führen und die Täter des Coups identifiziert werden können, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden. Es sei „ein erster Anhaltspunkt“ zur Aufklärung des Falles. 

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Die Ermittler stehen schon längere Zeit in Kontakt mit den Behörden in Berlin, dabei geht es um den Verdacht, dass arabisch-stämmige Clans hinter dem Einbruch stehen könnten.

Parallelen zum Goldmünzen-Diebstahl aus dem Bode-Museum werden geprüft

Die Einbrecher sollen bei dem Einbruch ein hydraulisches Spreizwerkzeug benutzt haben. Daher werden Parallelen zu dem Diebstahl der 100 Kilogramm schweren Goldmünze aus dem Bode-Museum 2017 in Berlin und zum Überfall auf einen Geldtransporter am Alexanderplatz 2018 geprüft

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In Berlin waren seit 2017 mindestens fünf dieser Geräte im Wert von jeweils 10.000 Euro bei der Feuerwehr gestohlen worden. Mit den akkubetriebenen Hydraulik-Spreizern öffnet die Feuerwehr Autotüren, die nach Unfällen verklemmt sind. Und genau solch ein Spezialwerkzeug, das von der Feuerwehr genutzt wird, kam offenbar beim spektakulären Diebstahl von Juwelen aus dem Grünen Gewölbe in Dresden zum Einsatz.

Zwei der Täter der Bande hatten sich am 25. November 2019 durch ein vergittertes Fenster Zugang zum Museum verschafft. Sie durchtrennten das Gitter teilweise, entfernten Fenster samt Rahmen und drangen in die barocke Schatzkammer ein. Dort stahlen sie aus den mit einer Axt zerstörten Vitrinen Diamanten und Brillanten im Wert von mehreren Hundert Millionen Euro. (mit dpa)

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