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Solche Bilder wird es in diesem Jahr nicht geben: Die Silvesterparty 2019/20. Foto: Jörg Carstensen/dpa
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Fernsehshow statt Partymeile Silvesterfeier am Brandenburger Tor findet ohne Publikum statt

Marian Schuth

Unter anderem Peter Maffay und die Höhner treten bei der Party am Brandenburger Tor auf. Die Show gibt es allerdings nur im TV zu sehen.

Man stelle sich vor, man organisiert die größte Silvesterparty des Landes und keiner geht hin. So wird es dem Veranstalter „Silvester in Berlin“ (SIB) zum Jahreswechsel gehen, wenn am Brandenburger Tor die Neujahrsfeier ohne Besucher steigt.

„Es spricht einfach zu viel gegen Publikum vor Ort“, sagt Veranstalter Maiko Heinrich. Lediglich die mitwirkenden Stars und Künstler, sowie an der Produktion beteiligte Personen sollen unter Beachtung aller Hygienemaßnahmen anwesend sein. Denn eine Feier mit Bühnenprogramm und Live-Übertragung im ZDF wird es trotz aller Einschränkungen geben.

Ab 21.45 Uhr können Zuschauer vor ihren Fernsehern unter anderem die Auftritte der Musiker Peter Maffay, Álvaro Soler, der Höhner und des britischen Singer-Songwriters Tom Gregory verfolgen und werden dabei von Andrea Kiewel und Johannes B. Kerner durch den Abend begleitet.

„Es war uns sehr wichtig, den Menschen trotz der Corona-Pandemie das Gefühl eines eindrucksvollen Live-Moments zu geben“, sagte Heinrich, der in diesem Jahr erstmals gemeinsam mit Christoph Post und Willy Kausch das Groß-Event veranstaltet. Seinen Einstand hatte er sich allerdings anders vorgestellt.

Mit einem Wunder ist nicht zu rechnen

„Wir sind seit April in ständigem Kontakt mit Sicherheitsexperten, Polizei und Behörden“, sagt er. „Unser Konzept haben wir immer wieder überprüft und angepasst.“ Das heißt auch: Sollte ein Wunder geschehen, könnten sie morgen noch 100.000 Menschen am Brandenburger Tor empfangen.

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Damit, sagt Heinrich, sei allerdings leider eher nicht zu rechnen. Im September waren die Veranstalter noch davon ausgegangen, dass die Silvesterparty mit voriger Anmeldung stattfinden könnte. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Corona-Pandemie ist nun aber auch dieses Konzept hinfällig.

Spontane Versammlungen von Schaulustigen möchte Heinrich vermeiden und appelliert daher: „Leute, bitte macht euch gar nicht erst auf den Weg. Zu Hause habt ihr es warm, da seid ihr sicher. In diesem Jahr starten wir gemeinsam vor den Bildschirmen in das Jahr 2021!“

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