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Seltene Leere: Ein Wartezimmer im Bürgeramt Pankow.  Foto: picture alliance/dpa
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Fehlende Termine in der Berliner Verwaltung Innensenatorin kündigt zusätzliche Bürgerämter an

Innensenatorin Iris Spranger will neue Bürgerämter und einen Mitarbeiterpool einrichten. Aus den Bezirken gibt es Kritik.

Innensenatorin Iris Spranger (SPD) hat deutliche Verbesserungen beim Serviceangebot der Bürgerämter angekündigt. „Ich bin mir der Verantwortung bewusst, eine leistungsfähige Verwaltung sicherzustellen“, sagte Spranger der „Berliner Morgenpost“ (Samstag).

„Deswegen sollen bis zu fünf neue Bürgerämter eröffnet, 100 für die Bürgerämter zweckgebundene zusätzliche Mitarbeiter eingestellt und ein Pool an Beschäftigten eingerichtet werden, der bei Personalengpässen einspringen soll.“

Die Situation in den Bürgerämtern hat nicht zuletzt während der Corona-Pandemie immer wieder für Ärger gesorgt. Termine waren phasenweise nur mit langem Vorlauf zu bekommen und nicht innerhalb von 14 Tagen, wie es auch nach Ansicht des Senats sein sollte. 

Spranger hat inzwischen eine „14-Tage-Arbeitsgruppe“ ins Leben gerufen, die bis März 2023 verbindliche Konzepte und Entscheidungen treffen soll, wie die Zeitung weiter berichtet. Dazu gehören auch die Standorte der neuen Bürgerämter.

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„Wir unterstützen die Pläne des Senats, die Bürgerämter personell aufzustocken“, sagte Treptow-Köpenicks Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD) der „Berliner Morgenpost“. Das sei der richtige Weg. „Aber in dem Stellenpool wird niemand glücklich.“ Die personelle Fluktuation in den Bürgerämtern sei ohnehin hoch.

Es werde kaum möglich sein, die Stellen in dem Pool zu besetzen, sagte Igel, der im Auftrag des Rates der Bürgermeister einen Brief an die Innensenatorin geschickt hat. 

„Im Sinne der Bindung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern böte sich eine bessere Perspektive, wenn den Kollegen ein fester Einsatzort angeboten werden könnte“, heißt es darin. Die Innensenatorin überzeugt das nicht: „Die Poollösung ist richtig und wird eingerichtet“, sagte sie.

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