Verkehrsstaatssekretär Jens- Holger Kirchner soll auch künftig in leitender Funktion in seiner Behörde arbeiten. Foto: Doris Spiekermann-Klaas
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Ex-Verkehrsstaatssekretär Senatskanzlei sucht noch nach Posten für Jens-Holger Kirchner

Vor zwei Monaten versetzte Verkehrssenatorin Regine Günther den erkrankten Staatssekretär in den Ruhestand. Ihm wurde eine "vergleichbare Aufgabe" versprochen.

Zwei Monate nach der Entscheidung, den erkrankten Verkehrsstaatssekretär Jens-Holger Kirchner in den einstweiligen Ruhestand zu versetzen und ihm eine neue, vergleichbare Aufgabe in der Senatskanzlei zu geben, gibt es noch keine Klarheit über die Stelle.

Die offizielle Auskunft vom 6. Februar: "Mit Herrn Staatssekretär a. D. Kirchner werden derzeit Gespräche zu seiner Einsetzbarkeit unter Beachtung seiner gesundheitlichen Genesung geführt. Die zukünftigen Rahmenbedingungen sind noch nicht festgelegt."

Bitte um zusätzliche Staatssekretärsstelle abgewiesen

Eine leitende Funktion müsste diskriminierungsfrei (also ohne Festlegung) ausgeschrieben werden. Die Bitte von Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos) um eine zusätzliche Staatssekretärsstelle wegen der langen Ausfallzeit Kirchners hatte der Regierende Bürgermeister bereits im Herbst abgewiesen.

Die Entscheidung der Verkehrssenatorin, den an Krebs erkrankten Jens-Holger Kirchner gegen seinen Willen in den Ruhestand zu versetzen, hatte Anfang Dezember für viel Protest gesorgt. Der frühere Pankower Stadtrat hat langjährige Erfahrungen in der Berliner Landespolitik und kennt die Stadt und ihre Behörden wie kaum jemand sonst. Günther hatte ihn jedoch nach längerem Fehlen durch den vormaligen Referenten in der Bundesverbraucherzentrale, Ingmar Streese, ersetzt.

Der im Anschluss gefundene Kompromiss, also die Suche nach einer "vergleichbare Aufgabe", soll Jens-Holger Kirchner eine beruflich-politische Perspektive bewahren. Sie wolle mit dem Grünen-Politiker, der als profilierter und hoch kompetenter Verkehrsexperte gilt, perspektivisch gerne weiterarbeiten, soll Günther intern versichert haben.

Diesen Beitrag haben wir dem heutigen "Checkpoint" entnommen. Den morgendlichen Newsletter vom Team um Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt können Sie hier kostenlos bestellen: checkpoint.tagesspiegel.de.

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