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Gemeinsamer Wahlabend von der Zeit und dem Tagesspiegel im Borchardt. Während die letzten Marathon-Teilnehmer durch die Französische Straße liefen, sammelten sich innen die ersten Gäste. Foto: Phil Dera für die Zeit
© Phil Dera für die Zeit

Erste Zahlen, Diskussionen und Schnitzel Tagesspiegel und Zeit luden zum Wahlabend ins Borchardt

Bei Burrata, Schnitzel und Riesling verfolgten Gäste im Nobelrestaurant die Hochrechnungen. Auch Franziska Giffey war da.

Der Austausch in wechselnden kleinen Gruppen ist diesmal weitgehend tabu. Auch sonst ist manches anders am gemeinsamen Wahlabend von Tagesspiegel und Zeit, der wieder im Restaurant Borchardt stattfand. Alle Gäste waren sind geimpft oder genesen und hatten sich zusätzlich testen lassen. So, sagte Tagesspiegel-Geschäftsführerin Ulrike Teschke, können alle einen unbeschwerten Abend miteinander verbringen.

Das gemeinsame Erlebnis war nach der langen Pandemie an einem derart spannenden Abend besonders intensiv. Rainer Esser, Geschäftsführer der Zeit-Verlagsgruppe, und Ulrike Teschke begrüßten die Gäste kurz vor 18 Uhr zu „einem spannenden und ganz besonderen Abend“. Esser vergleicht den Spannungsgrad mit einem Elfmeterschießen. "Sie alle haben Ihre Wahl gut getroffen, denn Sie sind bestens informiert", lobte Esser die Anwesenden, allesamt Leser.

Das Stimmengewirr ebbte kurzzeitig ab, als die ersten Hochrechnungen über die Bildschirme flimmern. Die Zahlen kommentierten im Podiumsgespräch die stellvertretende Chefredakteurin des Tagesspiegels, Anna Sauerbrey, und der Zeit-Streit-Ressortleiter Martin Machowecz.

Mit den rund 200 Gästen, darunter Ramona Pop und der Hamburger Anwalt Matthias Prinz, diskutierten auch Verleger Stefan von Holtzbrinck, Zeit-Chefredakteur und Tagesspiegel-Herausgeber Giovanni di Lorenzo. Mitherausgeber Stephan-Andreas Casdorff fragte SPD-Spitzenkandidatin Franziska Giffey auf dem Podium nach ihrem ersten Gefühl. Sie beschreibt es mit „Anspannung, aber den ganzen Abend lang“.

Schließlich wisse man noch nicht, wem die Wähler den Auftrag erteilt haben. Sie sprach sich für einen respektvollen Umgang im politischen Miteinander aus. Auf die Frage, ob die SPD eine liebenswerte Partei sei, antwortete sie: "Berlin ist unsere Herzenssache".

Burrata und Rheingau Riesling

Weder Burrata mit Sherry-Vinaigrette, noch Schnitzel oder Rheingau Riesling können heute die Gäste ernsthaft von den Hochrechnungen ablenken. Auch in anderen Runden wird auf dem Podium überlegt, welche Koalition für das Land am besten wäre. Sarah-Lee Heinrich vom Bundesvorstand Grüne Jugend sieht „ein großes Bündnis von Menschen, die davon profitieren würden, wenn es sozialer zuginge“.

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Unternehmerin Diana Kinnert spricht sich für Entbürokratisierung unter anderem bei Unternehmensgründungen aus, für finanzielle Stabilität, von der auch die Solidität der EU abhängig sei. Später sprechen Regierungssprecher Steffen Seibert und sein Vorgänger Ulrich Wilhelm mit Giovanni di Lorenzo über ständige Erreichbarkeit und die Fieberkurven von Wahlen.

Als Stephan-Andreas Casdorff den stellvertretenden FDP-Vorsitzenden Wolfgang Kubicki fragt, wie man sich so fühle als Kanzlermacher, verlangt der erstmal nach einem Glas Wein. Später geht es um die Bundespräsidentenfrage. Da sagt er, dass man nicht so sehr nach Geschlecht und Aussehen fragen solle, sondern mehr nach Kompetenz. Noch viele Impulse beflügeln die Diskussionen an diesem langen Abend, der kein Ende in Sicht hat.

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