Für Vesper und Frühstück dürfen nur maximal 30 Euro genommen werden - pro Monat und Kind. So sieht es die Neuregelung vor. Foto: W. Grubitzsch / picture alliance / dpa
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Erste Eltern klagen Berliner Kita-Mangel vor Gericht
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ZAHLEN, ZAHLEN

In Berlin gibt es mehr als 2500 Kitas von über 1200 verschiedenen Trägern. Rund 28 000 Erzieherkräfte kümmern sich dort um über 160 000 Kinder – fast 50 Prozent mehr als 2006. Das hängt mit dem Bevölkerungszuwachs zusammen, aber vor allem mit dem Ausbau des Rechtsanspruchs. Aktuell gelten über 5000 Plätze als verfügbar - es allerdings kaum möglich, sie zu finden, weil es keine zentrale Übersicht über die freien Plätze gibt.

RECHTSLAGE

Noch vor wenigen Jahren gab es erst ab dem dritten Geburtstag einen Anspruch auf einen Halbtags-Kitaplatz. Erst seit 2013 existiert dieser Anspruch ab dem ersten Geburtstag – allerdings nur für fünf Stunden täglich. Seit Jahresbeginn 2018 sind es sieben Stunden, bei Bedarf auch mehr.

PERSONAL

Der Anspruch kollidiert mit dem Personalmangel. Zunächst steuerte die Jugendverwaltung nach, indem sie die Erzieherfachschulen ausbaute. Inzwischen dürfen Kitas jede dritte Stelle mit Seiteneinsteigern belegen. Das Vorhaben, mit deutlich höheren Gehältern zu locken, wurde vertagt.

GEBÄUDE

Auch Gebäude sind knapp: In in ersten Jahren reichte es noch, die vorhandenen Kitas auszubauen. Diese Ressourcen sind erschöpft. Inzwischen baut das Land selbst: In elf von zwölf Bezirken entstehen Modulbau-Kitas: Nur Friedrichshain-Kreuzberg konnte kein passendes Grundstück bieten.

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