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Berlins Hotel Adlon am Pariser Platz hatte bereits Teile seines Restaurant Quarr geöffnet. Ab Freitag (11. Juni 2021) dürfen Touristen auch hier wieder übernachten. Foto: imago images/A. Friedrichs
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Ende der Corona-Sperre Hotels in Berlin und Brandenburg dürfen wieder Touristen beherbergen

Auf diesen Freitag haben Inhaber von Hotels und Pensionen in der Hauptstadtregion lange gewartet. Sie dürfen Freizeitreisende empfangen. Das sind die Regeln.

Von Freitag (11. Juni) an dürfen Hotels und Pensionen in Berlin und Brandenburg wieder Touristen beherbergen. Über Monate hatten dort allenfalls Geschäftsreisende übernachten dürfen.

Das war für viele Häuser aber nicht lukrativ genug. Sie machten also komplett zu oder reduzierten den Betrieb auf das Notwendigste. So hatten auch hauseigene Restaurants, Bars oder Wellnessbereiche, mit denen Hotels in normalerweise wichtige Zusatzerlöse erzielen, wegen der Auflagen zum Infektionsschutz geschlossen.

Der Berliner Senat hatte in den vergangenen zwei Wochen bereits die Regeln für die Gastronomie gelockert, dürfen nun also auch Hotels ohne Auflagen bei der Belegung öffnen. Auch sind Stadtrundfahrten wieder erlaubt.

„Berlin als weltoffene Metropole hat seine Gäste in den vergangenen Monaten schmerzlich vermisst. Ich freue mich sehr, dass wir mit den Öffnungen der Hotels für touristische Übernachtungen den nächsten Schritt zum Restart der Tourismus- und Kongressbranche gehen können“, teilte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) schriftlich mit.

Auch Burkhard Kieker, Geschäftsführer der Tourismusagentur visitBerlin, brauchte seine Freude über den Schritt zum Ausdruck. „Endlich kann Berlin wieder Gastgeber sein und seinen Gästen Kunst, Kultur und Entertainment anbieten. Die steigenden Buchungszahlen zeigen, dass die Stadt bald wieder an frühere touristische Erfolge anknüpfen wird.“

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Die meisten Hotels hätten genaue Hygiene- und Reinigungskonzepte entwickelt und Mitarbeiter geschult, damit die Gäste einen unbeschwerten Aufenthalt genießen könnten, erklärte die Senatsverwaltung. Große Häuser wie das Estrel in Neukölln oder das nhow in Friedrichshain böten Corona-Tests im Haus an.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) darf seinen traditionellen Tag der Industrie als Präsenzveranstaltung begehen. Das Foto stammt von 2017 und zeigt den damaligen BDI-Präsidenten Dieter Kempf. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa Vergrößern
Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) darf seinen traditionellen Tag der Industrie als Präsenzveranstaltung begehen. Das Foto stammt von 2017 und zeigt den damaligen BDI-Präsidenten Dieter Kempf. © Bernd von Jutrczenka/dpa

In Brandenburg gelten vergleichbare Regeln: Hotels dürfen laut der TMB (Tourismus-Marketing Brandenburg) ab Freitag aber keine Covid-19-Symptome haben und müssen beim Einchecken negativ auf eine Infektion mit dem Virus getestet sein – beziehungsweise den Impf- oder Genesenennachweis vorlegen. Während ihres Aufenthaltes müssen Gäste nach Ablauf von 72 Stunden erneut einen negativen Corona-Test vorlegen.

Erste Kongresse mit bis zu 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern

Angesichts sinkender Infektionszahlen versucht die Senatsverwaltung und Visit Berlin auch den Markt für Wirtschaftskongresse neu zu beleben. Man habe testweise drei Business-Veranstaltungen mit bis zu 500 Teilnehmer:innen im Zeitraum von Mitte bis Ende Juni 2021 geplant, teilte die Verwaltung dem Tagesspiegel mit.

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So soll der „Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit“ vom 15. bis 17. Juni im CityCube der Messe tagen; das „Greentech Festival“ für nachhaltigen Lebensstil steigt vom 16. bis 18. Juni im Kraftwerk Berlin. Und der „Tag der Industrie“ vom 21. bis 23. Juni in der Verti Music Hall. Mit diesen Pilotprojekten sei Berlin deutschlandweit Vorreiter, hieß es bei der Verwaltung.

Im Rahmen dieser Events soll unter anderem der praktische Einsatz des „BärCode“, eines digitalen Nachweises für Antigen-Schnelltests und Covid-19-Impfungen der Charité, getestet werden. Darüber hinaus würden weitere Erkenntnisse gesammelt, wie Testabläufe vor Ort optimiert und dezentrale Teststellen besser eingebunden werden könnten, hieß es. Die Ergebnisse sollen den Veranstaltungsorganisatoren später zugänglich gemacht werden.

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