Knöllchen auch um Mitternacht. Der Vorschlag zur neuen Regelung kam 2018 aus Neukölln. Foto: Paul Zinken/dpa
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„Eine gute Lösung für alle Seiten“ Berlins Ordnungsämter künftig bis Mitternacht im Einsatz

Bislang haben die Behörden ihre Mitarbeiter unter der Woche bis 22 Uhr eingesetzt. Jetzt wurden die Arbeitszeiten an den großen Bedarf angepasst.

Für Außendienstkräfte der Berliner Ordnungsämter verschiebt sich der Feierabend deutlich nach hinten. Künftig sollen sie täglich im Zeitraum von 6 bis 24 Uhr im Einsatz sein. Außerdem können die Bezirke individuell mit den örtlichen Personalräten weitere Arbeitszeitvereinbarungen treffen.

Eine entsprechende Dienstvereinbarung ist am Freitag vom Hauptpersonalrat unterzeichnet worden, wie die Senatsverwaltungen für Inneres und für Finanzen mitteilten. Der Dienst bis Mitternacht war zuvor nur freitags und samstags möglich, unter der Woche endete die letzte Schicht um 22 Uhr.

Innensenator Andreas Geisel (SPD) begrüßte die neue Regelung als "eine gute Lösung für alle Seiten". Sie berücksichtige sowohl den Wunsch der Bürger nach mehr Präsenz und Kontrollen der Ordnungsämter als auch die Bedürfnisse der betroffenen Beschäftigten.

Mehr als 560 Mitarbeiter im Außendienst

Sein Parteikollege, Finanzsenator Matthias Kollatz, ergänzte, dass die dafür notwendigen Stellen "schnell geschaffen und besetzt worden sind". Bislang habe man bereits um 102 Posten aufstocken können. Berlinweit gebe es damit nun mehr als 560 Mitarbeiter im Außendienst.

Die Anregung zu einer Ausweitung der Arbeitszeit kam im vergangenen Sommer von Neuköllns Bürgermeister Martin Hikel (SPD). Auslöser waren demnach immer mehr Klagen etwa über Lärm zu später Stunde und Falschparker. Die Mitarbeioter der Ordnungsämter kontrollieren außerdem den Jugendschutz, sind für die Lebensmittelüberwachung zuständig und geben Meldungen an die Stadtreinigung, Polizei, Feuerwehr und andere Behörden weiter. (Tsp)

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