Die neue Studie wurde in der Humboldt-Universität in Berlin präsentiert. Foto: Kitty Kleist-Heinrich
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Diversität in Berlins Verwaltung Mangel an Vielfalt bei Berlins Führungskräften

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Viele Berliner haben einen Migrationshintergrund. Doch in den Berliner Behörden spiegelt sich diese Vielfalt noch viel zu wenig wieder. Das zeigt eine neue Studie.

Eine am Mittwoch an der Humboldt-Universität präsentierte Studie der Organisation Citizens For Europe stellt fest: Berliner Einrichtungen sind sehr homogen. 97 Prozent der befragten Führungskräfte sind weiß und persönlich nicht von Rassismus betroffen. Lediglich drei Prozent der Befragten sind „People of Colour“ oder schwarze Menschen. Diese haben alle bereits rassistische Diskriminierung durch die Gesellschaft erfahren.

Fast 60 Prozent der Führungskräfte sehen daher einen dringenden Handlungsbedarf. „Wir brauchen einen Diskurs, die Politik muss ein Monitoring etablieren“, sagt Projektleiter Daniel Gyamerah. Eine systematische Erfassung solle zur Änderung des Berliner Partizipations- und Integrationsgesetzes führen. Vorbild: Das Landesgleichstellungsgesetz. „Gerade in Berlin als Stadt der Vielfalt sollte sich diese auch in der Gesellschaft wiederspiegeln“, sagt Gyamerah, „damit sich Kinder in den Institutionen repräsentiert fühlen“. Die Studie wurde unter wissenschaftlicher Beratung des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung der HU durchgeführt. Sie ist die erste differenzierte Erhebung von Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsdaten in Deutschland. Das Projektteam erhofft sich, durch Sichtbarmachung Diskriminierung abzubauen. (aeh)

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