Vor drei Woche demonstrierten Kurden am Potsdamer Platz gegen den Krieg. Heute wird am Alexanderplatz protestiert. Foto: dpa
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Derby und Demonstrationen Hier wird es heute voll in Berlin

1500 Beamte halten Demonstranten in Schach, Hunderte weitere trennen die Lager der Fußballfans. Der Sonnabend im Überblick.

Der heutige Sonnabend ist Großkampftag für die Polizei - und wird sicher auch manchen Autofahrer fluchen lassen. Drei Demonstrationen und am Abend noch das Fußballspiel zwischen dem 1. FC Union und Hertha BSC halten nicht nur tausende Beteiligte und Fans, sondern auch fast 2000 Polizisten in Aktion.

Die erste Demo versammelt sich zur Stunde auf dem Alexanderplatz. Gegen 12 Uhr waren erst gut 100 Teilnehmer anwesend, erwartet wurden rund 1000 Demonstranten zum Thema "Stopp den Krieg - Solidarität mit Rojava". Zu dieser Demo wurde bundesweit aufgerufen, unter anderem durch die Linkspartei.

Demonstration gegen Räumungen und Gentrifizierung in Kreuzberg

Um 15.30 Uhr werden zudem rund 500 Teilnehmer in der Neuköllner Herrfurthstraße Ecke Weisestraße erwartet; sie sind gegen Räumung und Verdrängung linker Projekte wie die Neuköllner Kiezkneipe Syndikat, die Kiezkneipe Meuterei, das Jugendzentrum Potse, das Hausprojekt Liebig34 oder die besonders umkämpfte Rigaer Straße 94.

Der Demonstrationszug macht sich dann auf den Weg nach Kreuzberg, sammelt am Schlesischen Tor weitere Teilnehmer ein und steuert dann Richtung Lausitzer Platz. Dort versammeln sich um 17 Uhr laut Polizei geschätzt weitere 300 Teilnehmer. Alle ziehen dann zur Rigaer Straße.

1500 Polizisten in Berlin unterwegs

Die Berliner Polizei ist über den Tag verteilt mit 1500 Beamten im Einsatz, um allein die Demonstrationslage abzudecken. Dafür wurden Kollegen aus Mecklenburg-Vorpommern und Bayern als Verstärkung angefordert; auch die Bundespolizei ist im Einsatz.

Um 18.30 Uhr wird dann in der Alten Försterei das Fußballspiel zwischen den beiden Traditionsclubs 1. FC Union und Hertha BSC angepfiffen. Auch hierfür sind mehrere Hundert Beamte im Einsatz. "Wir haben im Vorfeld mit beiden Seiten gesprochen, trotzdem lassen sich Gewalttätigkeiten nicht ausschließen, wenn die beiden Fan-Lager aufeinandertreffen", sagte eine Polizeisprecherin.

Viele Fans würden aus rein sportlichem Interesse das Spiel besuchen, doch gebe es auf beiden Seiten Ultras unter den Fans. Der Fokus liege für die Polizei auf An- und Abreise. Die Herthaner treffen sich am Boxhagener Platz, um gemeinsam nach Köpenick zu fahren, die Union-Fans treffen sich in Köpenick. Die Polizei versucht, die beiden Lager einigermaßen zu trennen.

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