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Ob überbacken oder gekocht: Spargel ist ein Gemüse für Genießer - doch es kommt auf die Qualität an. Foto: Martin Schutt/dpa
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Das müssen Sie beim Saisongemüse beachten Vorsicht Spargelfalle!

Dörte Elß

Besonders, wenn der Spargel im Supermarkt gekauft wird, lohnt es sich genauer hinzusehen. Die Verbraucherkolumne.

Auch wenn in der Hauptstadt ja definitiv kein Mangel an Unternehmungsmöglichkeiten herrscht, zieht es mich besonders am Wochenende ab und zu ins Berliner Umland. Gerade jetzt, wo die Spargelsaison begonnen hat, locken zahlreiche Höfe mit diesem Gemüse, das ich so gern esse. Doch während Sie sich direkt beim Erzeuger meistens auf die Qualität verlassen können, lohnt es sich bei dem einen oder anderen Produkt im Supermarkt, genauer hinzusehen, um nicht in die Spargelfalle zu tappen.

Gekrümmter, unsortierter Spargel ist nämlich meist günstiger, hat aber in der Regel keine minderwertige Qualität. Die Einteilung in Güteklassen ist nicht vorgeschrieben, wird aber vielfach noch vorgenommen.

Spargel muss mit dem Herkunftsland und dem Preis pro Kilogramm auf einem Hinweisschild oder neben der Ware gekennzeichnet werden. Mehr als 80 Prozent des hierzulande verzehrten Spargels kommt auch aus Deutschland.

Ich empfehle Ihnen deshalb, regionale Produkte zu bevorzugen, um lange Transportwege nicht zu unterstützen. Frischezeichen bei Spargel sind helle und saftige Schnittstellen und leichter Glanz. Zudem sollten keine Risse vorhanden sein. Wenn sich die Stangen leicht brechen statt biegen lassen, deutet dies ebenfalls auf eine gute Qualität hin.

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Sie können die Spargelstangen auch aneinander reiben und wenn Sie frisch sind, quietschen sie. Außerdem sollten die Spargelköpfe fest geschlossen und bei Druck nicht weich oder matschig sein. Ich empfehle Ihnen, Spargel immer frisch zu essen, aber natürlich können Sie die Stangen auch ungeschält in ein feuchtes Tuch einschlagen und zwei bis drei Tage im Gemüsefach des Kühlschranks lagern.

Guter Rat. Die Chefin der Verbraucherzentale Berlin gibt Hinweise und Tipps in ihrem Büro bei der Verbraucherzentrale in Tempelhof. Foto: Henning Kunz Vergrößern
Guter Rat. Die Chefin der Verbraucherzentale Berlin gibt Hinweise und Tipps in ihrem Büro bei der Verbraucherzentrale in Tempelhof. © Henning Kunz

Beim Einfrieren sollte der Spargel von den Enden befreit, gewaschen und geschält, aber in jedem Fall roh sein. Spargel ist ein guter Flüssigkeitsspender, denn er besteht zu etwa 93 Prozent aus Wasser. Er ist reich an Kalium, Folsäure, Vitamin C, B-Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen. Weißer Spargel wächst unter der Erde und verfärbt sich violett, wenn er in Kontakt mit Sonnenlicht kommt. Aus diesem Grund wird er geerntet, kurz bevor die Stangen durch die Erde brechen.

Bei Grünspargel müssen Sie nur das untere Drittel schälen

Grüner Spargel wächst oberirdisch. Für seine Farbe ist das enthaltene Chlorophyll verantwortlich. Er enthält im Vergleich zu weißem Spargel noch mehr Vitamin C und Provitamin A. Weiße Spargelstangen schälen Sie unterhalb der Köpfe nach unten hin, wobei die Enden abgeschnitten werden. Bei Grünspargel müssen Sie nur das untere Drittel schälen.

Spargel kochen Sie am besten mit wenig Wasser und bei geschlossenem Deckel. Weißer Spargel ist nach circa 15 bis 25 Minuten gar, grüner nach zehn bis 15 Minuten. Übrigens sind die Preise für Spargel im Gegensatz zu vielen anderen Lebensmitteln nur moderat gestiegen. Ein Grund mehr, sich ein Bund zu kaufen. Dazu müssen Sie noch nicht einmal ins Berliner Umland fahren.

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