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Luftbild des Dahlemer Campus (Rost-, Silber- und Holzlaube) der Freien Universität Berlin. Foto: Dirk Laubner
© Dirk Laubner

Dahlemer Campus der FU Berlin Ein bescheidener Vorschlag zum Klimaschutz an der Uni

An der FU Berlin herrscht Klimanotstand. Warum gibt's dann so viele Auto-Parkplätze auf dem Dahlemer Campus? Ein Kommentar.

Rost- und Silberlaube sind dieser Tage wieder belebt. Mich hat meine tägliche kleine Radrundfahrt dorthin geführt und ich habe mir den Dahlemer Campus aus alter Verbundenheit als stolzer FU-Alumnus mal wieder angeschaut.

Einiges ist noch wie vor 30 Jahren: die eng drapierten Fahrradständer zum Beispiel oder die im Kontrast dazu reichlich überdimensionierten Parkdecks für Autos. Die einen erneuern und entzerren sowie die anderen bis auf einige Parkplätze für mobilitätseingeschränkte, tatsächlich aufs Auto angewiesene Menschen abbauen und die bislang beanspruchte Fläche entsiegeln, das wäre doch ein Gedanke fürs Jahr 2022 mitten in der Klimakrise.

Zumal die Uni, die übrigens den Klimanotstand ausgerufen hat und auch schon einiges tut, wirklich gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist. Oder mit dem Rad, soeben wurde mit dem neuen Radstreifen Unter den Eichen wieder eine Zubringer-Lücke von Steglitz aus geschlossen. Die gemeinsame Bus- und Radspur war tatsächlich durchgehend befahrbar ohne Slalom um rücksichtlos geparkte Autos – wie im übrigen und zu meiner Überraschung auch die Schloßstraße.

Falls Ihre Erfahrungen dort ähnliche oder andere sind, schreiben Sie gern an meinen Kollegen boris.buchholz@tagesspiegel.de, wir bleiben dran am Thema faire Mobilität im Bezirk.

Als nächstes müsste aus meiner Sicht dringend auf der Schorlemerallee, dem Anschluss nach Friedenau und Wilmersdorf, etwas passieren. Fahrender SUV links ganz nah, parkender SUV rechts ganz nah samt plötzlich aufklappender Tür, das ist kein Zustand.

Ob der Bezirk den Mut hat, hieran etwas zu ändern, auch wenn das nur auf Kosten der parkenden Autos möglich wäre?

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