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Ein Arzt setzt eine Spritze im Impfzentrum Tempelhof. Ab Samstag gibt es dazu für einige den digitalen Impf-Nachweis. Foto: Tobias Schwarz/AFP-POOL/dpa
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„CovPass“ im Feldversuch Testlauf für digitalen Impfpass beginnt auch in Berlin

Nicht nur das gelbe Impfheft gilt künftig als Nachweis für den Corona-Schutz – geplant ist ein digitaler Nachweis. Am Samstag beginnt ein Test in Tempelhof.

Im Berliner Impfzentrum Tempelhof beginnt an diesem Samstag ein Test für den geplanten digitalen Corona-Impfnachweis. Damit beteiligt sich das Land Berlin an dem bundesweiten Feldversuch. Es soll unter anderem überprüft werden, wie die Abläufe sind und ob das Ausstellen des Impfnachweises technisch funktioniert.

Am Donnerstag war der Testlauf in Potsdam gestartet worden, Erfahrungen sollen in Impfzentren in weiteren Bundesländern gesammelt werden.

Die Einführung des freiwilligen Nachweises namens „CovPass“ neben dem gelben Impfheft ist in Deutschland noch im laufenden zweiten Quartal geplant, also bis Ende Juni - vor dem Beginn der Hauptreisezeit. Die Ergebnisse des Feldtests sollen noch vor dem bundesweiten Regelstart zur Weiterentwicklung der Anwendung genutzt werden.

Wie die Gesundheitsverwaltung erläuterte, werden für den Test nach dem Zufallsprinzip Personen ausgewählt, die an diesem Tag ihre Erstimpfung bekommen haben. Sie würden gebeten, an dem Testlauf teilzunehmen, bei dem ein digitaler Impfnachweis erzeugt werde sowie auch ein entsprechenden Ausdruck.

Europaweites Zertifikat soll auch das Reisen erleichtern

Die EU-Länder und das EU-Parlament hatten sich kürzlich auf Details eines europaweiten Zertifikats geeinigt, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann. Dies soll auch Reisen erleichtern.

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Den digitalen Impfnachweis soll man sich künftig direkt in Praxen oder Impfzentren erstellen lassen und dann per Smartphone nutzen können. Auch nachträglich wird das Ausstellen möglich sein.

Zum einen werden Impfzentren den Nachweis den bereits Geimpften ausgedruckt per Post zuschicken, der dann in ein Smartphone eingelesen werden kann. Außerdem können Ärzte und Apotheken auch nachträglich bereits Geimpften ein Zertifikat ausstellen. Hausärzte wehren sich allerdings gegen die Pläne. (dpa)

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