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Ein Mitarbeiter des Klinikum Havelhöhe zeigt ein Röhrchen mit einem Coronavirus-Test. Foto: REUTERS/Fabrizio Bensch
© REUTERS/Fabrizio Bensch

Coronavirus in Berlin Alle Corona-Ampeln wieder auf Grün – aber 45 Neuinfektionen registriert

Jette Wiese

Reproduktionszahl sinkt auf 0,85 + Müller verurteilt Rave: „Unverantwortlich“ + Zu wenig für Klima und ÖPNV: Pop kritisiert Konjunkturpaket + Der Berlin-Blog.

So stark wie die Reproduktionszahl zuletzt nach oben ausschlug, so stark ist sie am Donnerstag auch wieder gesunken. Die Senatsgesundheitsverwaltung übermittelte am Abend einen R-Wert von 0,85. Damit springt die Corona-Ampel für die Reproduktionszahl wieder um und alle drei Corona-Ampeln stehen auf Grün. Lediglich 3,6 Prozent der Intensivbetten sind mit Covid-19-Patienten belegt. 5,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in einer Woche sind ebenfalls im grünen Bereich.

"Der insgesamt rückläufige Trend der Neuinfektionen setzte sich in der 22. Meldewoche nicht fort", teilt die Gesundheitsverwaltung hierzu allerdings mit. "Die Fallzahl in der vergangenen Meldewoche liegt etwas über der Zahl der Vorwoche." Eine Momentaufnahme: 45 bestätigte Neuinfektionen am Donnerstag sind der höchste Tageswert seit zwei Wochen. 6412 von 6945 Infizierten gelten inzwischen als genesen. 200 Menschen sind an einer Covid-19-Erkrankung gestorben, seit Mittwoch war kein weiterer Todesfall zu verzeichnen. Aktuell sind somit 333 aktive Fälle bekannt, 21 mehr als am Vortag. 123 Betroffene liegen im Krankenhaus, 46 von ihnen auf Intensivstationen. (Mehr dazu im Blog unten.)

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) verurteilte die Demonstration am Sonntag auf dem Landwehrkanal, die zu einem Rave ausgeartet ist. "Ich habe für Partys unter dem Deckmantel von Demonstrationen kein Verständnis", sagte Müller im Abgeordnetenhaus. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) kritisierte die Schwerpunkte im Konjunkturprogramm des Bundes. "Weniger Bauchladen und mehr Fokussierung hätte dem Konjunkturpaket gut getan. Investitionen in den Klimaschutz müssen Vorrang haben, wie auch Investitionen in Digitalisierung", sagte sie im Parlament. 2,5 Milliarden für den Öffentlichen Nahverkehr seien zu wenig.

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