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"Mehr Abstand" lautete die Devise schon nach dem Lockdown im Frühsommer (Archivbild). Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
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Update Corona-Stufenplan greift nach den Ferien Diese Regeln gelten ab Montag in Berlins Schulen

Anders als geplant, sollen die Schulen an diesem Montag nicht in Stufe „Grün“ starten, sondern gleich auf Stufe „Gelb“. Doch was heißt das?

Ab Montag soll der Corona-Stufenplan für Schulen gelten. Dieser wurde in Anlehnung an die Corona-Ampel entwickelt. Die Zuordnung einer Schule zu einer Stufe erfolgt für Grund- und weiterführende Schulen unterschiedlich: Für Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 1 bis 6 wird vor allem das Infektionsgeschehen im Bezirk beobachtet. 

Für alle höheren Jahrgänge ist die berlinweite Entwicklung entscheidender. Berücksichtigt werden außerdem die konkrete schulische Infektionslage und die Rahmenbedingungen einer Schule. Jeden Donnerstag werden die jeweiligen Schulaufsichten und Gesundheitsämter der Bezirke neu beraten, welche Corona-Regeln für jede einzelne Schule gelten sollen.

Bei Grün findet Unterricht unter Corona-Bedingungen wie bislang statt. Der Mund-Nasen-Schutz muss außerhalb des Klassenzimmers getragen werden.

Gelb ist schon die erste verschärfte Version: In der Oberstufe ist dann generell eine Mund-Nasen-Bedeckung auch im Unterricht zu tragen, in Gemeinschaftsräumen vom Schulpersonal ebenfalls.

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Auch bei Orange ist weiter Regelbetrieb geplant, allerdings mit verstärkten Hygienevorkehrungen: Dann gilt eine Maskenpflicht in der gesamten Schule und auch unter Überdachungen im Freien, allerdings nicht für die Grundschüler im Regelunterricht. Freiwillige Angebote oder Kurse, bei denen sich Klassen mischen, finden gar nicht statt.

Und Rot bedeutet: Unterricht im Alternativszenario. Also eine Verknüpfung von Homeschooling und Präsenzunterricht. Klassenverbände oder Lerngruppen werden geteilt und nur noch als feste Gruppen betreut. 

Scheeres: Kitas und Schulen keine Corona-Hotspots

Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) sieht die Schulen gut vorbereitet auf steigende Corona-Fälle. Sie verwies darauf, dass Kitas und Schulen keine Corona-Hotspots seien. 

Es liege aber auf der Hand, dass Infektionen auch in Familien steigen könnten. Anliegen sei, dass gesunde Kinder zur Schule könnten, so die SPD-Politikerin.

Geräte zur Messung des Kohlendioxidgehalts der Luft in Klassenräumen seien nicht nutzlos, aber auch nicht unumstritten, so Scheres. Sie seien eine Maßnahme von vielen. Regelmäßiges Lüften bleibe wichtig.

Die Vorgaben der Bildungsverwaltung sehen vor, Klassenräume immer vor und nach dem Unterricht und mindestens einmal in der Mitte jeder Unterrichtsstunde mehrere Minuten lang komplett durchzulüften, zudem in Pausen.

Laut Bildungsverwaltung sollen 3500 neu angeschaffte CO2-Messgeräte an die Schulen verteilt werden. Die Geräte sollen anzeigen, wann die Luft verbraucht ist. Im Detail kann man den Corona-Stufenplan für Schulen auf der Seite der Senatsbildungsverwaltung nachlesen. (mit dpa)

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