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Krankenwagen mit Blaulicht (Symbolbild). Foto: dpa
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Update Corona-Ausbruch in Berliner Pflegeheim Drei Senioren in Klinik gebracht - Feuerwehr rückt zu Einsatz aus

In einem Pflegeheim in Biesdorf ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Die Feuerwehr und der Amtsarzt von Marzahn-Hellersdorf waren vor Ort.

In einem Pflegeheim an der Apollofalterallee in Berlin-Biesdorf ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen, bei dem sich mehrere Menschen infiziert haben. Dies bestätigte ein Feuerwehrsprecher dem Tagesspiegel am Sonntagnachmittag.

Bei dem Pflegeheim dürfte es sich um die Seniorenresidenz Biesdorfer Höhe handeln. Die Feuerwehr wurde gegen 14 Uhr alarmiert. Sie war mit neun Rettungswagen vor Ort, um die Erkrankten in Berliner Kliniken verlegen zu können. Auch der Amtsarzt von Marzahn-Hellersdorf sowie vier Notärzte waren laut Feuerwehr am Ort.

Zunächst war von etwa zwanzig Infizierten die Rede gewesen, die ins Krankenhaus gebracht werden müssten. Am Abend bestätigte die Feuerwehr allerdings, dass nur drei Bewohner verlegt wurden. In der vergangenen Woche seien in dem Heim etwa 60 der rund 160 Bewohner positiv getestet worden.

Die infizierten Menschen könnten nach jetzigem medizinischen Kenntnisstand aus gesundheitlichen Gründen "nicht mehr dort verbleiben", sagte der Sprecher. Bei der Verlegung dieser großen Zahl Erkrankter handele es sich um eine "Herausforderung". Es habe aber eine gute Abstimmung zwischen Heimleitung, Amtsarzt und Feuerwehr gegeben.

Berlins Pflegeheime gelten in der zweiten Corona-Welle als besonders gefährdete Hotspots. Seit Pandemie-Beginn hatten sich bis Mitte November 1021 Heimbewohner mit dem Virus infiziert. Doch allein in den vergangenen vier Wochen verdreifachte sich die Zahl der Neuinfizierten auf 3425.

Mit Stand Mitte letzter Woche hatte sich bereits mehr als jeder zweite Corona-Tote in Berlin zuvor in einem Pflegeheim angesteckt. Besonders betroffen sind dabei immer wieder Demenz-Stationen, wo die Hygienemaßnahmen schwieriger durchzusetzen sind.

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Zuletzt kam es in mehren Heimen auch zu großen Ausbrüchen, teils mit mehr als 100 Infizierten. Darunter in Lichtenberg, wo mindestens 15 Personen mit oder an Corona starben, in Mitte, wo 23 Menschen verstarben und auch in Reinickendorf, wo bislang 14 Todesopfer gezählt wurden.

Inzwischen hat die Gesundheitsverwaltung auf das gefährliche Ausbruchsgeschehen in den Heimen reagiert und die Regeln verschärft. Das Personal muss sich nun alle zwei Tage testen lassen, Bewohner dürfen pro Tag nur noch einen Gast für eine Stunde empfangen und Besucher müssen ein negatives Testergebnis vorweisen, um in die Einrichtungen zu kommen. (mit dpa)

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