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Die Feuerwehr im Einsatz an einer Flüchlingsunterkunft in Friedenau. Foto: REUTERS
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Update Brand in in Berlin-Friedenau Feuer in Flüchtlingsunterkunft nicht vorsätzlich gelegt

Mit etwa 100 Kräften rückte die Feuerwehr am Montag zu einem Brand in der Unterkunft an. Ein technischer Defekt könnte die Ursache für den Brand gewesen sein.

Nach einem Brand in einer Berliner Flüchtlingsunterkunft, dem früheren Rathaus von Friedenau am Breslauer Platz/Niedstraße, müssen rund 128 Bewohner in einer anderen Unterkunft untergebracht werden. Zum Schutz vor der Kälte waren die Menschen zunächst in Bussen unter anderem vom Deutschen Roten Kreuz betreut worden, wie ein Feuerwehrsprecher am Montagabend sagte. 

Drei Menschen mussten wegen Einwirkung von Rauchgas behandelt werden, eine Person wurde in ein Krankenhaus gebracht. Zuvor hatte die Feuerwehr die Situation rund um die Unterkunft als unübersichtlich bewertet und auf Twitter vermeldet, man rücke zu einem Einsatz unter dem Stichwort „Massenanfall von Verletzten“ an.

Wenig später konnte die Feuerwehr aber Entwarnung geben: Der „Massenanfall an Verletzten“ werde vorsorglich jedes Mal ausgerufen, wenn es in einem Gebäude brennt, indem viele Personen auf engem Raum leben, sagte ein Sprecher dem Tagesspiegel.

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, ist das Feuer offenbar nicht vorsätzlich gelegt worden. Es sei auch kein anderer strafbarer Hintergrund festgestellt worden, twitterte die Polizei am Dienstag. Es sei eher ein falscher Umgang mit Elektronikgeräten und/oder ein technischer Defekt anzunehmen.

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In Brand geraten waren Einrichtungsgegenstände in einem Zimmer im zweiten Obergeschoss. Insgesamt waren laut Bezirksamt sechs Zimmer betroffen. Rauch hatte sich teils im Haus verteilt.

Polizeibeamte gehen zu einem Bus mit Geflüchteten nach einem Feuer in einer Flüchtlingsunterkunft.   Foto: dpa Vergrößern
Polizeibeamte gehen zu einem Bus mit Geflüchteten nach einem Feuer in einer Flüchtlingsunterkunft.   © dpa

Die Feuerwehr konnte das Feuer in etwa 25 Minuten löschen, lediglich Nachlöscharbeiten dauerten noch etwas länger an. Sie war mit etwa 100 Kräften im Einsatz. Der Breslauer Platz war gesäumt von zahlreichen Feuerwehrautos und Rettungswagen.

Vor Ort waren viele Menschen in Decken gehüllt und saßen mit Mund-Nase-Schutz in den BVG-Bussen. Gegen 20 Uhr stellte sich heraus, dass die Bewohner nicht in das Gebäude zurückkehren konnten. Sie sollten nach Polizeiangaben in einer Unterkunft in der Colditzstraße im Stadtteil Tempelhof untergebracht werden. 

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