Zum Corona-Überblick: Alle Zahlen zu SARS-CoV-2 in Deutschland
Ganz allmählich kam das Schneefallgebiet am Freitag von Westen her nach Berlin voran. Bis Samstagfrüh soll es weiterschneien. Foto: dpa
© dpa

Bilderbuchwinter und eisige Nächte Die Berliner Winterferien sollen mit Schneefall starten

Bis Sonnabendfrüh soll es in Berlin teils kräftig schneien. Auf Tauwetter nächste Woche folgt wohl bald wieder strenger Frost.

An diesem Wochenende soll es eine weiße Abwechslung vom bisher nur coronagrauen Januar geben – gerade rechtzeitig, um verkorkste Winterferien zu retten: Fünf, sechs Zentimeter Schnee sollen in Berlin zusammenkommen, wobei die Decke am südlichen Stadtrand wohl am dicksten werden soll.

Es ist die zweite kräftige Ladung Schnee dieses Winters in Berlin – und im Unterschied zur ersten, die vor vier Wochen ebenfalls pünktlich zum Wochenende kam, soll sie länger als einen halben Tag halten: „Am Samstagvormittag hört es auf zu schneien und taut dann bei höchstens null Grad vielleicht ein wenig an“, sagt Jörg Riemann, meteorologischer Leiter des Dienstes „Wettermanufaktur“, der viele Winterdienste mit Nachrichten versorgt.

„Am Nachmittag kann es ganz freundlich werden mit etwas Sonne und höchstens noch einem vereinzelten Schneeschauer, bevor es dann in der Nacht zu Sonntag richtig eisig wird.“

In Zahlen: minus zehn Grad, wenn es komplett aufklart. Darauf folgt ein Sonntag mit Bilderbuchwinter bei maximal null Grad und Sonne. Die Nächte zu Montag und zu Dienstag können nach Auskunft von Riemann wieder ähnlich eisig werden.

Im Laufe der Ferienwoche wird es dann wohl tauen, aber der Winter lässt nach Auskunft des Meteorologen nicht locker: „Zum nächsten Wochenende hin geht es wieder runter in Richtung Dauerfrost – womöglich mit neuem Schnee und sogar mit noch kälteren Nächten, wenn es dann aufklart.“

[Wenn Sie alle aktuellen Nachrichten live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.]

Für die Natur ist dieses Wetter ein Glücksfall – weil der Januar nach vielen deutlich zu warmen und zu trockenen Monaten wieder einigermaßen im Rahmen des Üblichen ist, mit dem die heimische Vegetation auf Dauer zurechtkommt.

Schnee ist eine sehr effektive „Versickerungsmaschine“, um die Böden fürs Frühjahr zu durchfeuchten und die Grundwasservorräte aufzufüllen.

Die BSR sieht den Wintereinbruch gelassen: Man sei vorbereitet, habe trotz coronabedingt „entzerrter“ Dienstpläne viel Personal im Einsatz und weiteres in Rufbereitschaft.

[In unseren Leute-Newslettern berichten wir wöchentlich aus den zwölf Berliner Bezirken. Die Newsletter können Sie hier kostenlos bestellen: leute.tagesspiegel.de]

Nach Auskunft von BSR-Sprecherin Sabine Thümler wird bei Bedarf der Frühschichtbeginn auf drei Uhr vorgezogen. Die Einsätze würden kurzfristig anhand der dreimal täglich aktualisierten Wetterberichte geplant. „Wir sind schon seit Tagen frühmorgens im Winterdienst und wechseln tagsüber in die Straßenreinigung“, sagt Thümler.

Zu verdanken ist der Schnee dem Aufeinandertreffen von eisiger Luft aus Skandinavien und milder aus dem Südwesten direkt über Deutschland. Als im Südwesten von Berlin am Freitagnachmittag die ersten Flocken fielen, waren im Rheinland zwölf Grad. Aber nicht mehr lange.

Zur Startseite