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Der Kabarettist Wolfgang Neuss und der Regierende Bürgermeister Richard von Weizsäcker 1983 in der SFB-Talkshow "Leute". Foto: dpa
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Kaiser-Wilhelm-Platz wird Richard-von-Weizsäcker-Platz Die Monarchie ist vorbei

Umbenennung vom Hohenzollern zum Bundespräsidenten - aber da war doch mal was mit „Ersatzkaiser“, SFB und Wolfgang Neuss.

Die Sendung hieß „Leute“, lief im SFB und es ging, anders als bei unserem bezirklich basisnahen Tagesspiegel-Leute-Projekt, eher um Prominenz. Zum Beispiel Richard von Weizsäcker und Wolfgang Neuss. 1983 kamen der Regierende Bürgermeister und der Kabarettist zum Talk ins Café Kranzler und stehen seither für einen legendären Fernsehabend.

Neuss nennt Weizsäcker „Richie“, erklärt dessen Bruder Carl Friedrich zum „eigentlichen Intellektuellen in der Familie“ und sagt, der Regierende tue so, als ob wir in einer Monarchie lebten. „Ach, hör doch uff“, kontert Weizsäcker, er sehe sich ohnehin nicht als Intellektuellen und die Monarchie sei vorbei.

Online nachzulesen ist das auf der „Spiegel“-Website, auch der Begriff „Ersatzkaiser“ fällt in dem Artikel. Einen Video-Ausschnitt der "Leute"-Sendung, der leider nicht das ganze Duett zeigt, gibt es bei Youtube.

Richard von Weizsäcker war, anders als der Ur-Ersatzkaiser Paul von Hindenburg, natürlich kein solcher. Aber dass einer der unnötigerweise in Deutschland noch existierenden Kaiser-Wilhelm-Plätze nun nach dem früheren Bundespräsidenten benannt wird, das hat schon was.

Wie so oft in Berlin, war der Weg dahin bezirkspolitisch beschwerlich. In ihrem Bezirksnewsletter berichtet Sigrid Kneist hier, kommentiert hier und weist hier auf eine weitere, mindestens ebenso wichtige Platzbenennung hin.

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