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Trotzdem frohes Fest. Foto: pa/dpa
© pa/dpa

Tanne und Dorf-Esel In Spandau wird es trotz Corona weihnachtlich – ein bisschen

Kein Weihnachtsmarkt, kein Weihnachtsschmuck? Nicht schön, aber: Es gibt drei gute Advents-Nachrichten in der Coronakrise. Hier sind sie.

Berlins größter Weihnachtsmarkt befindet sich traditionell in Spandau. Dort ist die ganze Altstadt geschmückt. In diesem Jahr ist bekanntlich alles anders, auch der Umzug in die Zitadelle fällt aus. Hier eine schlechte und vor allem drei gute Nachrichten zum Start der Weihnachtsmarktsaison.

Weihnachten I

Brrr, eisige Vorstellung! Die Altstadt wird in diesem Winter nicht geschmückt sein. Klar, kein Weihnachtsmarkt, kein Weihnachtsschmuck. Das bekam jetzt Sebastian Czaja, FDP, schriftlich von Wirtschaftsstaatssekretär Christian Rickerts, Grüne.

„Die Weihnachtsillumination in der Altstadt erfolgte in den vergangenen Jahren lediglich als Ausschmückung im Rahmen der Spandauer Weihnachtsmärkte durch die Veranstalter“, heißt es in der Akte im Abgeordnetenhaus. Nehmen Sie also notfalls Kerzen mit. Aber jetzt die gute Nachricht…

Weihnachten II

Die Weihnachtsbäume werden trotzdem in der Altstadt aufgestellt. Das rief mir gerade Sven-Uwe Dettmann zu. Er organisiert sonst Berlins größten Weihnachtsmarkt mit 400 Ständen und hat jetzt noch einen Weihnachtsbaum besorgt. Wann und wo?

„Der Baum kommt am 24. November, direkt in die Altstadt“, sagte Dettmann zum Spandau-Newsletter vom Tagesspiegel. „Wir stellen ihn auf den Marktplatz. Diesmal wird der Baum etwas kleiner sein, nicht 15, sondern 10 Meter. Er kommt auch nicht von unseren Freunden aus dem Fichtelgebirge. Den Transport hat sonst immer die Freiwillige Feuerwehr aus dem Fichtelgebirge übernommen. Aber die darf aus Corona-Gründen nicht zu acht im Feuerwehrauto nach Berlin sitzen – schade, das war immer ein Spaß! Was ich toll finde: Die Tourismuszentrale im Fichtelgebirge hilft uns trotzdem und übernimmt die Kosten für den Ersatzbaum.“

20 weitere Weihnachtsbäume werden jetzt am Marktplatz und vor privaten Geschäften aufgebaut, bezahlt von den Eigentümern. Und das Stadtplanungsamt will zwei Bäume auf den Metzer Platz und den Földerichplatz stellen.

Und auf dem Rathausturm gibt es ja auch noch einen Baum - übrigens ein Gestell, das das ganze Jahr dort oben liegt.

Weihnachten III

1600 Weihnachtspakete werden trotz Corona gepackt. Das erzählte Jürgen Kessling, 63, dem Tagesspiegel-Newsletter für Spandau. Er organisiert seit 2005 die Hilfsaktion „Weihnachten für alle“ – längst eine feste Größe im sozialen Spandau.

Sein bisheriger Plan: „1600 Päckchen wollten wir in der Bruno-Gehrke-Halle schnüren“, erzählt Kessling. „Aber bis 30. November dürfen wir nicht mit allen Ehrenamtlichen in die Turnhalle, um gemeinsam zu packen. Jetzt aber haben wir einen neuen Termin, am 5. Dezember, hoffentlich klappt das. Das Geschenk gibt es damit also in diesem Jahr am 2. Advent.“ Was drin ist?

„Lebkuchen, Schokolade, Honig, Kerzen, 1600 gemalte Bilder von Spandauer Kindern… Das alles bringen wir in die Spandauer Seniorenwohnhäuser, wo sich viele einsam fühlen. Und wir bringen die Pakete zu Laib&Seele, damit auch arme Ältere aus Spandau ein kleines Geschenk bekommen.“

Weihnachten IV

Am Kladower Hafen ist der Weihnachtsmarkt noch nicht abgesagt. Aber ob die Wasserschutzpolizei in diesem Jahr wirklich am 5. Dezember den Weihnachtsmann mit dem Blaulichtboot bringt? Mmh. Kladows Pfarrer Nicolas Budde, 35, (hier mein Portrait) hat dem Spandau-Newsletter jetzt aber geschrieben: „In diesem Jahr müssen wir Gemeinden kreativ werden, was das Weihnachtsfest angeht… In der Dorfkirche Kladow setzen wir darauf, dass wir draußen auf unserem großen Gelände auch in diesen Zeiten Gemeinschaft erleben können. Damit es wirklich weihnachtlich wird, bauen wir eine große Krippe, die den ganzen Dezember über zum Verweilen einlädt.

Am 1. Advent weihen wir sie gemeinsam mit Familien und Kindern aus Kladow und dem Weihnachtsesel ‚Cookie‘ ein.“ Tage bis Heiligabend: 36.

[Dieser Text stammt aus dem Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Spandau. Den gibt es mit konkreten Infos, persönlichen Tipps, Terminen und Kiez-Ideen immer einmal pro Woche und kostenlos hier: leute.tagesspiegel.de]

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