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Tschö TXL. Im Frühjahr 2021 kommen die Bauarbeiter. Foto: dpa
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Kampfmittel weg, Bäume weg TXL wird jetzt zur konkreten Baustelle

Tegel ist eines der größten Bauprojekte Berlins. Jetzt gibt es die ersten zwei konkreten Termine - für die Holzfäller und Kampfmittel-Entsorger.

Tempo, Tempo: Kampfmittel werden am TXL geräumt. Auf dem Gelände des seit einigen Wochen ehemaligen Berliner Flughafens Tegel ist es nicht immer so friedlich zugegangen, wie in den Jahrzehnten des zivilen Luftverkehrs. Da, wo jetzt ein Landschaftspark entstehen soll, gab es in den späten Zwanziger und den ersten Dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts eine Raketenversuchsanstalt. Bei der Lagerung von Treibstoffen und beim Starten der Raketen wurde der Boden vermutlich teilweise massiv verseucht. Außerdem war dort Militär stationiert. Was abseits der Start- und Landebahnen noch alles im Boden „schlummert“, weiß niemand.

Bevor aber das Areal zivil genutzt werden kann, muss ein Kampfmittelräumdienst anrücken und den Boden dekontaminieren. Die ersten Arbeiten dafür wurden gerade ausgeschrieben. Im Mai 2021 soll’s losgehen, erst einmal an der Baustellenzufahrt. Das geht aus der aktuellen Ausschreibung der TXL-Projektplaner hervor. Quelle: Ausschreibung

Tempo, Tempo: Vorher fallen 186 Bäume auf der TXL-Baustelle. Das geht aus Unterlagen der TXL-Projektfirma hervor, auf die wir letzte Woche im Reinickendorf-Newsletter vom Tagesspiegel bereits hingewiesen haben.

„Die Fäll-Maßnahmen werden als vorgezogene Maßnahme für die nachfolgende Baufeldfreimachung des Geländes durchgeführt.“ Und weiter: „Im Leistungsumfang enthalten ist die oberirdische Beräumung der Flächen von Pflanzungen und Bäumen.“ Im März 2021 soll der Weg frei sein für die Baumaschinen. Quelle: Ausschreibung.

[Dieser Text erschien zuerst im Reinickendorf-Newsletter. Kostenlos: leute.tagesspiegel.de]

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Tempo, Tempo: In den nächsten Jahrzehnten wird der Flughafen groß umgestaltet. Die Beuth-Hochschule will mit mehr als 1000 Studierenden ins Terminal A ziehen. Die Berliner Feuerwehr will dort ihre Feuerwehrakademie für 158 Mio Euro bauen. Baubeginn soll 2025 sein. Geplant sind auch große Parks (hier die Pläne und Ideen) und 5000 Wohnungen im Schumacher-Quartier.

Berlins beliebter Flughafen im Herbst 2020 aus der Luft. Foto: dpa Vergrößern
Berlins beliebter Flughafen im Herbst 2020 aus der Luft. © dpa

Coronakrise: Impfzentrale liegt auf dem Flughafen TXL. Aktuell liegt ein anderer TXL-Bereich ebenfalls im Fokus: die Impfzentrale.

Auf dem Parkplatz vor dem ehemaligen Terminal A des Tegeler Flughafens hat Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci am Dienstag die mobilen Impfteams vorgestellt, die von dort aus ab Sonntag in die Pflegeheime fahren und dort die Bewohnerinnen und Bewohner impfen sollen. Das Areal vor dem Hauptgebäude von TXL hat dafür die richtige Größe. Nicht so gut sieht es hingegen offenbar mit der Bereitschaft im Terminal C des alten Flughafens aus. Dort soll ja am Sonntag ebenfalls eines der geplanten Impfzentren einsatzfähig, das heißt für starken Publikumsverkehr gerüstet sein.

Der Krisenmanager. Herr Broemme und seine Impfflotte. Foto: dpa Vergrößern
Der Krisenmanager. Herr Broemme und seine Impfflotte. © dpa

Zweifel am ordnungsgemäßen Zustand hatte Patrick Larscheid geäußert, der Leiter des Reinickendorfer Gesundheitsamtes. Seine Behörde ist für Tegel zuständig. Am Dienstag war er noch nicht bereit, seine Zustimmung für die Aufnahme des Impf-Betriebs zu geben. Heute morgen sagte er mir, er gehe aber davon aus, dass am Dienstag vor Silvester, also am 29. Dezember, alles abnahmefähig sei. Das größte verbleibende Problem aus Larscheids Sicht ist das Fehlen einer dauerhaften Notfallversorgung durch einen permanent anwesenden Arzt. Dessen Präsenz sei aber zwingend notwendig. Seine Charlottenburger Kollegin fordere das genauso wie er. Tagesspiegel

[Dieser Text erschien zuerst im Reinickendorf-Newsletter vom Tagesspiegel. Die 12 Tagesspiegel-Newsletter für die 12 Bezirke mit 235.000 Abos gibt es kostenlos unter leute.tagesspiegel.de]

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