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Auch schön, tief im Westen: der Sportplatz des SC Staaken am Kurzen Weg. Mit markantem Kassenhäuschen. Foto: André Görke
© André Görke

Update Die Stadionfrage am Berliner Stadtrand Staaken ohne SC Staaken?

Der Bezirk investiert 15.000 Euro am Sportplatz. Doch der Klub prüft einen Umzug. Im Schleusener-Stadion gibt es 800 Sitzplätze, aber kein Flutlicht

Staaken ohne SC Staaken? Die Stadionfrage. Kaum vorstellbar, aber logisch: Spandaus bester Fußballverein (1200 Mitglieder) prüft den Umzug ins Helmut-Schleusener-Stadion am Askanierring. Grund: der eigene Erfolg. „Wir planen zweigleisig, für die Oberliga und die Regionalliga“, sagte der erste Vorsitzende Klaus Dieter Krebs jetzt dem Tagesspiegel. Und dazu gibt es im nächsten Spandau-Newsletter Neuigkeiten, denn im Stadion hat es jetzt eine Begehung gegeben. Und ein anderer Sportverein ist in Sorge.

Bis zum 5. März ist Zeit, die Unterlagen für die höhere Spielklasse einzureichen. Im Herbst hatte es noch geheißen, dass die Regionalliga weder finanziell noch von der Infrastruktur machbar sei. Jetzt die Kehrtwende: Der SC Staaken ist Tabellendritter. Ende März könnte auch wieder Fußball gespielt werden.

Der Regionalbahnhof liegt in Staaken gleich neben dem Fußballplatz. Wer sich nicht auskennt: hier eine Luftaufnahme. Doch der Platz wäre zu klein für die Fanmassen. In der vierten Liga spielen Klubs, die mit Karacho, Fans und ordentlich Patina anreisen: Lok Leipzig, Babelsberg, Energie Cottbus oder der BFC Dynamo.

In den Sommerferien 2021 rücken erst einmal Handwerker beim SC Staaken an und verschrauben den neuen Handlauf ums Spielfeld.

„Der Handlauf wurde vom Verein gewünscht und vom Verband gefordert“, sagte Sportstadtrat Helmut Kleebank, SPD, neulich im Sportausschuss im Rathaus Spandau. Kosten: 15.000 Euro. Aber das reicht nicht im Aufstiegsfall.

[Noch mehr guter Lokalsport: Wohin mit dem FC Viktoria 89? Berlin bekommt wohl einen weiteren Vertreter im Profifußball. Doch in welchem Stadion soll er dann spielen? Lesen Sie mehr hier mit "Tagesspiegel Plus".]

Der Kunstrasenplatz im Sportpark Staaken ist zu klein für die Regionalliga, das Flutlicht nicht ausreichend und überdachte Sitzplätze gibt es auch nicht. „Wir sind mit dem Bezirksamt und der Politik in guten Gesprächen“, berichtet nun Staakens Vorstand Krebs im Tagesspiegel – hier der ganze Text (mit noch mehr Beispielen aus dem Berliner Amateurfußball). Es müsse daher ausgelotet werden, ob beispielsweise das Helmut-Schleusener-Stadion regionalligatauglich gemacht werden könnte.

Und hier fanden in den 70ern die Heimspiele in der 2. Liga statt von Spandau gegen Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen oder den FC St. Pauli. Foto: André Görke Vergrößern
Und hier fanden in den 70ern die Heimspiele in der 2. Liga statt von Spandau gegen Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen oder den FC St. Pauli. © André Görke
Hieß früher einfach nur Stadion am Askanierring, irgendwann kam dieser Name ran. Die markanten Kassenhäuschen sehen so aus wie in den 70er Jahren. Foto: André Görke Vergrößern
Hieß früher einfach nur Stadion am Askanierring, irgendwann kam dieser Name ran. Die markanten Kassenhäuschen sehen so aus wie in den 70er Jahren. © André Görke

Das Stadion hat Wucht, Patina und viel Unkraut auf den Tribünen. Im Helmut-Schleusener-Stadion (bis 1993 „Stadion Askanierring“, einst 15.000 Plätze) fanden früher Zweitliga-Spiele des Spandauer SV gegen Borussia Dortmund statt – hier erinnern sich Tagesspiegel-Leser und zeigen Fotos. Zwischendurch war das Stadion als neue Heimat von Tennis Borussia im Gespräch. Die Kapazität liegt mittlerweile bei 3000 Fans.

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Heute schwitzen im Schleusener-Stadon die Footballer von Spandau Bulldogs, Kugelstoßer und Sprinter. Die Laufbahn wurde 2019 für eine Million Euro erneuert. Das Stadion hat anders als Staaken einen Naturrasen und sogar 800 Sitzplätze. Nachteil: Das Stadion hat ebenfalls kein Dach, keine Flutlichtanlage und die Zäune sind längst abgerissen. Ähnlich sieht es im Stadion Hakenfelde aus (Rasen ja, aber marode Tribünen) und im SSV-Stadion an der Neuendorfer Straße (wird für den Charité-Campus abgerissen). Also doch der Umzug ins kleine Fußballstadion im Olympiapark gleich hinter der Bezirksgrenze? Oder eine ganz andere Idee? Lesen Sie mehr im nächsten Spandau-Newsletter.

Wer war Helmut Schleusener noch mal? Na? Hier die Antwort: Lehrer an der Lynar-Schule und später Stadtrat für Volksbildung, Sport und Jugend: mehr als 20 stolze Jahre – von 1959 bis 1981. Quelle: Bezirksamt

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Die alten Kassen vom Schleusener-Stadion. Foto: André Görke Vergrößern
Die alten Kassen vom Schleusener-Stadion. © André Görke

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