Zum Corona-Überblick: Alle Zahlen zu SARS-CoV-2 in Deutschland
Ein Einkauf in einer Neuköllner Aldi-Filiale entwickelte sich für den Tanzpädagogen Prince Ofori vor einigen Monaten zum Alptraum (Symbolbild).  Foto: Andreas Klaer
© Andreas Klaer

Nach rassistischem Vorfall in Neuköllner Aldi-Filiale Bezirksamt unterstützt Tanzprojekt für Jugendliche

Der Tanzpädagoge Prince Ofori wurde in einer Aldi-Filiale in Berlin-Neukölln rassistisch beleidigt und angegriffen. Bei einem Gespräch wurde das Jugendamt auf sein Kulturprojekt aufmerksam.

Vor einigen Monaten wurde der Neuköllner Tanzpädagoge Prince Ofori unfreiwillig öffentlich bekannt, weil er in einer Neuköllner Aldi-Filiale rassistisch beleidigt, angegriffen und gar der Filiale verwiesen worden war. Die Geschichte hat nun allerdings zumindest noch ein positives Nachspiel:

Bei einem persönlichen Gespräch zwischen Ofori und dem bisherigen Jugendstadtrat Falko Liecke (CDU) machte Ofori auch auf sein Projekt „Mature in New Cultural Experiences“ aufmerksam – und überzeugte Liecke anscheinend von der Notwendigkeit, derartige Projekte zu unterstützen. Denn nun will das Jugendamt das Projekt von und mit Ofori mit 15.000 Euro fördern. 

Rassistische Äußerungen müssten mit allen Mitteln bekämpft werden, teilte Liecke dazu mit. Und weiter: „Die Förderung des Projektes von Herrn Prince Ofori ist hier ein kleiner aber bedeutender Fortschritt bei der Bekämpfung von Rassismus, bei der das Aufrechterhalten des Status Quo keine Option sein darf.“

[Dieser Text stammt aus dem Neukölln-Newsletter vom Tagesspiegel. Den kompletten Newsletter gibt es kostenlos unter leute.tagesspiegel.de]

Das Projekt richtet sich an Jugendliche und junge Menschen zwischen 13 und 27 Jahren, die mit künstlerischen und kulturellen Praktiken Selbstwirksamkeit und Wertschätzung erfahren sollen. Teil des Projekts sind Workshops zu Tanz, Musik, Bildung, Theater und Poesie. Angesiedelt ist es beim Verein Mince, der 2017 in Neukölln gegründet wurde und sich vor allem den Tanzstilen des Streetdance und Afrodance sowie der interkulturellen Jugendarbeit mit Urban Art und Hip Hop widmet.

Übrigens: Jeden Mittwoch veranstaltet Mince ab 20 Uhr eine offene Freestyle-Session mit After-Party im Oyoun (Lucy-Lameck-Straße 32), mit Live DJs, Musik- und Tanzworkshops und Gesprächsrunden für die Schwarze Community. Weitere Infos zum „Basement Jam“ gibt es hier.

Zur Startseite