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Der Britzer Garten im Süden Neuköllns ist eine der beliebtesten Parkanlagen der Hauptstadt. Foto: Monika Skolimowska/dpa
© Foto: Monika Skolimowska/dpa

Kleingärten, Waldgarten, Freilandlabor Neues Erholungsgebiet in Neukölln geplant

Eine Weidefläche am Rande des Britzer Gartens soll zu einer neuen Kleingarten- und Erholungsfläche werden. Das sind die Pläne.

Am Britzer Garten stolpern Besucher:innen gerade über ein Schild, das eine Verkleinerung der Gartenfläche ankündigt (twitter.com). Konkret soll die Fläche südlich des Rhododendronhains, auf der bislang die Salers-Rinder grasten, zu einer Kleingarten- und Erholungsfläche umgewandelt werden. Das ganze ist als Ausgleichsfläche für den Bau der Verlängerung der Autobahn 100 geplant.

 

Christian Berg, Sprecher des Bezirksamtes, sagt auf Nachfrage, dass die Fläche tatsächlich nie wirklich zum Britzer Garten gehört habe. Seit 2011 ist sie im Bebauungsplan als Kleingartenanlage ausgewiesen.

Weil erst jetzt, zehn Jahre später, konkrete Planungen für diese Anlage vorliegen, wurde die Fläche zwischenzeitlich eben vom Britzer Garten genutzt.

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Und was ist jetzt konkret geplant? Laut Berg sollen nicht nur Kleingärten, sondern ein „bundesweit einmaliges, multifunktionales Konzept, das in Zusammenarbeit mit der Universität Potsdam und dem Senat durch das Bezirksamt entwickelt wurde“ entstehen. 

Konkret heißt das, dass neben 60 Kleingärtenparzellen auch ein Waldgarten geplant ist, der als Gemeinschaftsgarten betrieben werden soll. Auch das Freilandlabor Britz soll die Fläche beziehen.

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Zudem sind öffentliche Grünflächen geplant. Der Waldgarten soll mit etwa 5000 Quadratmetern in der Mitte der Anlage entstehen, 1000 Quadratmeter nutzt das Freilandlabor.

So soll die neue Erholungsfläche am Ende aussehen. Grafik: Schmidt-Seifert Landschaftsarchitekten/BA Neukölln Vergrößern
So soll die neue Erholungsfläche am Ende aussehen. © Grafik: Schmidt-Seifert Landschaftsarchitekten/BA Neukölln

Die Kleingärten sollen drumherum angeordnet werden, umgeben von einem verzweigten Wegenetz. „So entsteht also keine klassische für Kleingärten vorbehaltene Fläche, sondern ein neues Areal, auf dem sich Waldgärtner:innen, Schüler:innen, Erholungssuchende – kurz: die interessierte Öffentlichkeit – die Fläche mit Kleingärtner:innen teilen“, sagt Berg.

Unklar ist aktuell, an wen die Kleingärten vergeben werden sollen – der hierfür zuständige Kollege sei aktuell im Urlaub, sagt Berg. Klar ist allerdings, was mit Reny, Lucy, Luna und Jochen, den vier Rindern, passiert: Sie haben ein neues Zuhause in der Eifel gefunden.

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