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Scheu? Iwo. Dieses Tier wird sonst von Kindern betreut. Foto: Rosengart/privat
© Rosengart/privat

Kinder setzen ihre Idee um Diese Berliner Grundschule hat jetzt einen Bauernhof

Hier erzählt die Schulleiterin, wie die Kinder einen Traum hatten - und alles selbst in Berlin-Hakenfelde umsetzten: Amtsbesuche inklusive.

Lust auf eine putzige Berlin-Geschichte? Dann los. In Hakenfelde, tief im Westen der Stadt, wurde der "1. Spandauer Schulbauernhof" eröffnet - dahinter stecken richtig gute Gedanken, aber der Reihe nach.

Die Carl-Schurz-Grundschule befindet sich neben dem Stadion Hakenfelde, hier eine Luftaufnahme zur Orientierung: Google Maps. 560 Kids, Integrationsschule, viel Wald, seit 2016 ist Constanze Rosengart hier die Chefin. Vor einigen Jahren beschwerten sich die Kinder bei ihr, berichtete sie dem Tagesspiegel-Newsletter für Spandau. Und das lief dann ungefähr so ab.

Schulkinder: „Gemein! Wir haben kein Geld für eigene Projekte.“
Schulleitung: „Besorgt Geld und ihr könnt damit machen, was ihr wollt. Fällt euch dazu was ein?“
(Aber hoppla! Schulkinder sammelten Pfandflaschen, brachten tonnenweise Filzstifte zum Rohstoffhändler)

Schulkinder: „Wir haben jetzt 1000 Euro gesammelt!“
Schulleitung: „Toll! Was wollt ihr damit machen?“
Schulkinder: „Wir wollen einen Kinderbauernhof!“

Schulleitung: „In einer Demokratie muss man abstimmen. Ist jemand dagegen?“
Schulkinder: „____“
(Schulleitung: Was für ’ne Frage! Welches Kind ist schon gegen einen Kinderbauernhof?)

Schulleitung: „Okay, dann kümmert euch und nehmt Kontakt mit den Ämtern auf.“
Hochbauamt, Tiefbauamt, Schulamt, Veterinäramt, Förster: „Ach herrje…mit uns? Das kann ja heiter werden!“

Und es wurde sehr heiter. Wenn die Kinder etwas forsch im Rathaus auftraten, mussten hinterher die Lehrerinnen und Lehrer liebe Worte bei den Erwachsenen am Schreibtisch einlegen. Und weil Gebühren, Pflege, Tierarzt, Kastration mehr kosten als 1000 Euro, wurde weitergesammelt. Die Kinder lernten, wie viel Aufwand hinter so einer Idee steckt.

„Wir sprachen größenwahnsinnig von Spandaus 1. Schulbauernhof“, erinnert sich Rosengart. „Jetzt sind es 6 Kaninchen. Vielleicht kommen später noch ein Hausschwein und Hühner dazu, aber das muss nun erst mal mit den Kaninchen klappen.“

Weil sich die Schule auch um Kids mit Lerndefiziten kümmert, nehmen die das jetzt in die Hand. Das bringt Selbstvertrauen: Denn jetzt können sie den anderen Kindern, die vielleicht besser in Mathe oder Deutsch sind, mal erklären, was man auf einem richtigen Bauernhof beachten muss.

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Der Förster brachte das Holz - und in Zukunft könnten hier noch mehr Tiere leben. Foto: Rosengart/privat Vergrößern
Der Förster brachte das Holz - und in Zukunft könnten hier noch mehr Tiere leben. © Rosengart/privat

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