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Porträtfoto des Philosophen Walter Benjamin. Foto: dpa/picture alliance
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Walter-Benjamin-Platz in Berlin Erinnerung an den wahren Flaneur

Im Stadtbild besser sichtbar soll des Berliner Philosophen Walter Benjamin gedacht werden, der sich auf der Flucht vor den Nazis das Leben nahm.

Der Wilmersdorfer Flaneur schreibt über den Schöneberger Flaneur: „Die großen Reminiszenzen, die historischen Schauer – sie sind dem wahren Flaneur ja ein Bettel, den er gerne dem Reisenden überläßt.“ In dem Satz aus Walter Benjamins Rezension zu Franz Hessels „Spazieren in Berlin“ von 1929 geht es vergleichend um Rom, einen Ort voller Geschichte.

Seitdem wurde das so viel jüngere Berlin auch zum Ort voller Geschichte, totalitärer, mörderischer Geschichte. Gedenktafeln und Stolpersteine, Gedenkorte und Mahnmale, Straßen und Plätze erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus.

An Walter Benjamin, der sich 1940 auf der Flucht vor den Nazis an der französisch-spanischen Grenze das Leben nahm, erinnern eine Gedenktafel in der Prinzregentenstraße in Wilmersdorf, wo er bis zu seiner Flucht 1933 wohnte, und der Walter-Benjamin-Platz in Charlottenburg. Genau genommen erinnert auf dem Platz aber nur dessen Name an den Philosophen und Schriftsteller.

Das soll sich jetzt ändern, erklärende Tafeln kommen hinzu, mehr Informationen zu Leben und Werk des Autors unter anderem des "Kunstwerks im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit", des Passagen-Werks und der "Berliner Kindheit um neunzehnhundert".

Der entsprechende Beschluss im bezirklichen Kulturausschuss ist ein Thema bei "Tagesspiegel Leute", unseren bezirklichen Newslettern (hier der Artikel). Mit Initiativen, Ideen und Plänen zu Gedenken und Erinnerung befassen wir uns dort immer wieder. Einen Franz-Hessel-Platz müsste es eigentlich auch längst geben in Berlin. Oder am besten gleich einen Franz-und-Helen-Hessel-Platz.

Der Schriftsteller Franz Hessel. Foto: Sammlung M. Flügge Vergrößern
Franz Hessel (1880 - 1941) © Sammlung M. Flügge

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