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Viele Klassenzimmer müssen saniert oder ganze Schulen neu gebaut werden. Symbolbild: dpa
© Symbolbild: dpa

CDU-Kritik am Bautempo Die vielen Schulbaustellen von Berlin-Spandau

Der Stadtrand boomt, viele Schulen werden geplant oder saniert. Doch Kritiker fordern Beschleunigung wie in Berlin-Spandau.

Unser Klassenzimmer, die Langzeitbaustelle. Bei CDU-Mann Heiko Melzer liegt ein dicker Stapel Papier auf dem Tisch: Senatsakte 1189 AF, Hauptausschuss, Kategorie: „gut versteckt“. Was Melzer dort in den Tiefen der „Schulbauoffensive“ entdeckt hat, ärgert ihn. „Die Schule an der Jungfernheide in Berlin-Spandau soll nämlich erst 2027 nutzbar sein und nicht wie bisher angekündigt früher.“ Die Schule (400 Jugendliche, Chefin Karin Stolle) liegt hart an der Grenze zu Charlottenburg-Nord. Die Sanierungsmittel liegen bei mittlerweile 26 Millionen, losgehen soll es 2024. Und da sind noch mehr Schulen in roter Farbe aufgelistet – rot steht für neue Terminplanung.

Die Carlo-Schmid-Schule ist noch ein Promi-Sanierungsfall. Dort krachte 2017 die Decke runter, Schulsenatorin Sandra Scheeres, SPD, kam rum, ein Neubau sollte her. Doch der stellt sich im Frühjahr 2021 teurer als die Komplettsanierung dar – das zeigen neue Kostenschätzungen. Die Schule um Bärbel Pobloth (1000 Jugendliche) war neulich Thema hier im Spandau-Newsletter. Folge: „Die CSO ist schon wieder neun Monate im Zeitplan nach hinten gerutscht“, schimpft Melzer. Statt 12/2025 ist die Inbetriebnahme nun für September 2026 vorgesehen. „Wir kriegen halbjährlich diese Berichte, darauf muss man sich doch verlassen“, sagt Melzer. Seine Forderung: „Der Senat muss aus dem Knick kommen und das gesamte Verfahren beschleunigen.“ Das Papier heißt Fortschritts- und nicht Terminverschiebungsbericht.

Die CDU vermisst ein Gymnasium im Westen Spandaus. Interessiert hat Melzer übrigens auch den groben Zeitplan von Schulstadtrat und Bürgermeister Helmut Kleebank für die neue Grundschule an der Heerstraße vernommen. Die soll für 400 Kinder zwischen Wiesen- und Weidenweg auf einer Unkraut-Brache entstehen. Das „grobe Baufenster“ findet Melzer unrealistisch („klingt nach Wünsch-dir-was“).

Seit 15 Jahren rede er über diesen Schulstandort. Was ist, wenn die Staakener Kids groß sind? Wo ist das nächste Gymnasium? Die Kinder müssen erst zum Rathaus, nach Siemensstadt oder Kladow. Melzer: „Besser wäre ein Gymnasium in Staaken.“

[„Der Tiktok-Lehrer“: Tagesspiegel-Lesetipp für Lehrerinnen und Lehrer: Robin Grimm lehrt an einer Berliner Schule und hat mehr als eine Million Tiktok-Follower. Wofür nutzt er die Plattform? Den Text lesen Sie hier mit „Tagesspiegel Plus“]

Neubaupläne für Grundschule am Fehrbelliner Tor. Das Bezirksamt plant eine 3-zügige Grundschule nahe der Schwimmhalle Spandau-Nord. Kapazität: 400 Kids. Das Grundstück ist klein und wird durch Askanierring und Hohenzollering – hier eine Luftaufnahme zur Orientierung. Schulstadtrat Helmut Kleebank, SPD, zum Spandau-Newsletter: „Es gibt ein grobes Bauzeitfenster vom April 2022 bis April 2024“.

Die nächste Schulbaustelle: Die „Gartenstadt Staaken“ ist eine Unesco-Schönheit. Doch die Schule braucht Platz. Das Rathaus trifft eine Entscheidung und will einen Neubau an der ICE-Strecke errichten – doch es gibt Unmut bei den Nachbarn. 

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