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Für das Ranking untersuchte die Umwelthilfe zwischen Januar und Mai dieses Jahres Dienstwagen von insgesamt 247 Politikern aus Bund und Ländern. Foto: dpa/Arno Burgi
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Berliner Senat auf Platz eins Umweltvergleich der Dienstwagen aller Landesregierungen

Im Umweltvergleich der Dienstwagen aller Landesregierungen liegt der Berliner Senat vorne. Verkehrs- und Umweltsenatorin Bettina Jarasch ist auf Platz eins.

Im Umweltvergleich der Dienstwagen aller Landesregierungen durch die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat der Berliner Senat am besten abgeschnitten. Er komme auf einen realen durchschnittlichen CO2-Ausstoß von 173 Gramm pro Kilometer, teilte die Organisation am Donnerstag mit. Die anderen Landesregierungen lagen demnach zwischen 198 Gramm CO2 (Baden-Württemberg) und 279 Gramm (Nordrhein-Westfalen).

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In Berlin belegt Verkehrs- und Umweltsenatorin Bettina Jarasch (Grüne) den ersten Platz: Ihr Elektro-Tesla stoße 59 Gramm CO2 aus, hieß es. Der gepanzerte Mercedes der Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) kommt laut Umwelthilfe auf reale 408 Gramm CO2.

Allerdings wird der Berliner Senat ebenso wie die anderen Landesregierungen und das Bundeskabinett von der Umwelthilfe kritisiert. Sie stufte die große Mehrzahl aller Dienstwagen als klimaschädlich ein. „Statt eines sparsamen Elektrofahrzeugs setzen die Regierungsmitglieder in großer Menge auf Plug-in-Hybride“, teilte Vize-Geschäftsführerin Barbara Metz mit. Hier sei bekannt, dass die Autos nur auf dem Papier sparsam seien, im Betrieb jedoch klimaschädlich. Plug-in-Hybride fahren sowohl mit Sprit als auch Elektroantrieb.

Für die Statistik sei mit Zahlen zum Ausstoß von Abgasen beim „realen Fahrbetrieb“ und nicht mit Herstellerangaben gerechnet worden, hieß es. Grundlage dafür seien Berechnungen der Nonprofit-Organisation „International Council on Clean Transportation“ (ICCT) gewesen.

Für das Ranking untersuchte die Umwelthilfe zwischen Januar und Mai dieses Jahres Dienstwagen von insgesamt 247 Politikern aus Bund und Ländern. Die DUH veröffentlicht das Ranking zum 16. Mal. In der EU gelten seit 2020 verschärfte Vorgaben für den CO2-Ausstoß von Fahrzeugen. Branchenweit soll der durchschnittliche Flottenwert für Neuwagen - von Übergangsregelungen abgesehen - 95 Gramm pro gefahrenem Kilometer nicht überschreiten. (dpa)

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