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Die autofreie Friedrichstraße hat für die Galeries Lafayette einiges verändert. Foto: imago
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Berliner Luxuskaufhaus hat keinen Kundenrückgang Galeries Lafayette unterstützen autofreie Friedrichstraße

Das Luxuskaufhaus Galeries Lafayette sieht keinen Nachteil in der autofreien Zone in Berlin-Mitte und korrigiert Angaben zum Kundenrückgang.

Die Betreiber des Kaufhauses Galeries Lafayette haben ihre Meinung zur autofreien Zone in der Friedrichstraße noch einmal überdacht. Auf einer Anrainerversammlung am 10. Oktober, zu der der Bezirk Mitte und die Senatsverwaltung für Umwelt und Verkehr geladen hatten, sprach ein Manager des Hauses noch von einem Rückgang der Kundenfrequenz „von 25 bis 30 Prozent“. Viele Anrainer äußerten anschließend Kritik an dem Experiment der Flaniermeile.

Nun korrigiert Philipp Hugot, Geschäftsführer der Galeries Lafayette Berlin, diese Angabe ins Gegenteilige. „Die Zahl unserer Kunden ist seit der Wiedereröffnung am 27. April stetig gewachsen und ist seit dem Start des Verkehrsversuchs nicht gesunken“, heißt es in einer E-Mail an den Tagesspiegel, der wie auch die Morgenpost über die Aussage des Managers bei der Anrainerversammlung berichtet hatte. Den Start der Flaniermeile im August beschreibt der Geschäftsführer als „erfolgreich“.

Weiter weist Geschäftsführer Philipp Hugot darauf hin, dass das Kaufhaus „jegliche Ideen zur Steigerung der Attraktivität der Straße sowie Aktionen zur Belebung“ unterstützen würde.

Bereits seit Beginn des Verkehrsversuchs stehe man „im Austausch mit den wirtschaftlichen und institutionellen Akteuren, um die Straße noch attraktiver zu machen“. Einige Verbesserungspunkte habe man eingebracht.

Das Experiment der autofreien Zone in Berlin-Mitte läuft seit Ende August. Seitdem ist die Friedrichstraße testweise zwischen Französischer und Leipziger Straße für Pkw gesperrt. Ob die Straße dauerhaft autofrei bleiben wird, ist noch ungewiss.

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Was die einen als entspannende Verkehrsmaßnahme für Fußgänger und Radfahrer begrüßen, gilt anderen als unüberlegter Aktionismus. So forderte die CDU bereits Geschwindigkeitskontrollen für zu schnelle Radfahrer und warnt vor Umsatzeinbrüchen aufgrund des wegfallenden Verkehrs.

Lafayette-Geschäftsführer: Seit Herbstbeginn weniger Besucher auf der Flaniermeile

Für beides gibt es bisher keinen Nachweis. So fuhr bei einer zweistündigen Polizeikontrolle beispielsweise kein Radfahrer zu schnell. Und auch die Umsatzeinbußen lassen sich bisher nicht belegen, da nun jetzt auch die Galeries Lafayette ihre Angabe korrigiert haben.

Allerdings merkt auch der Geschäftsführer der Galeries Lafayette an, dass seit Herbstbeginn weniger Besucher auf der Flaniermeile verweilen würden. Er begründet dies allerdings insbesondere mit den „verhaltenen Touristenzahlen in Berlin seit den Sommerferien“. Aufgrund der Einstufung Berlins als Risikogebiet sind derzeit weniger Besucher in der Stadt.

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