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Neuer Glanz. Am 17. September werden in Mitte Stolpersteine zur Erinnerung an in der NS-Zeit ermordete Berliner geputzt.  Foto: promo
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Berliner Freiwilligentage ab dem 11. September So kann man Helfern helfen

GoVolunteer, Deutschlands größte Freiwilligen-Community, vernetzt Engagierte und Projekte – und ist bei den Berliner Freiwilligentagen dabei.

Berlin - Ehrenamt ist die DNA von GoVolunteer. Seit der Gründung 2015 widmet sich das Sozial-Unternehmen dem Ziel, Menschen für gesellschaftliches Engagement zu motivieren und den Start ins Ehrenamt so einfach wie möglich gestalten: für alle, die sich einbringen möchten ob alteingesessene Berliner oder geflüchtete Menschen. 

Von Gesundheit bis Tierschutz, von Hilfe für Obdachlose bis Klimaschutz reichen die Angebote für ein Engagement. Entstanden ist ein Netzwerk für Helfer, für Organisationen und Unternehmen, die sich engagieren wollen. In der Krise hat GoVolunteer außerdem zusammen mit dem Land Berlin die „Newcomer*innen gegen Corona“ ins Leben gerufen, zuvor gab es bereits das Projekt „Engagierte Newcomer“, das Geflüchtete mit ehrenamtlich Engagierten zusammenbringt und ihnen so aus der Isolation heraushilft. 

„Wir geben jedem Menschen die Chance, unsere Gesellschaft mitzugestalten“, sagt Dominique Prescher. Über die Website von Deutschlands größter Freiwilligen-Community können alle Menschen das passende Projekt für sich finden.

Ziel sei es, Menschen beim Helfen zu helfen. Am 1. September verleiht GoVolunteer zum dritten Mal die Volunteer Awards für außergewöhnliches soziales Engagement und den Einsatz für eine vielfältige, tolerante Gesellschaft.

Geflüchtete haben oft das Problem, dass ihre berufliche Qualifikation nicht anerkannt wird oder es zumindest sehr lange dauert, bis sie ihren Beruf wieder ausüben können. Ohne die Arbeit und den Kontakt zu den hier Beheimateten, würden die Menschen unmittelbar in eine gewisse Isolation geraten. 

Ehrenamt kann auch ein Anknüpfungspunkt sein

„Ein Ehrenamt kann eine richtige Arbeitsstelle zwar nicht ersetzen, ist aber erst mal ein Anknüpfungspunkt“, so Prescher. „So konnte zum Beispiel ein Tierarzt, der zwei Jahre auf seine Approbation warten musste, durch sein ehrenamtliches Engagement erst mal weiter als Tierhelfer in einer Praxis arbeiten“, erzählt Prescher. Dadurch habe er deutsche Tierärzte kennengelernt, konnte Kontakte knüpfen und wenn er seine Approbation schließlich bekäme, sei er bestens vorbereitet.

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Für Prescher steht fest: „Ein Ehrenamt kann man eben immer machen. Einfach hingehen und los geht's.“ Ihre Aufgabe bei GoVolunteer sei es, den Menschen aufzuzeigen, dass es diese Möglichkeit gäbe und wahrgenommen werden könne. „Das ist sehr viel Kommunikationsarbeit. Wir waren in Moscheen und Notunterkünften und haben dort sehr erfolgreich Werbung gemacht“, so Prescher. Leider sei die Förderung vorerst ausgelaufen, es gehe aber hoffentlich bald weiter.

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Bei den „Newcomer*innen gegen Corona“ haben sich Menschen, die neu in Deutschland sind, für ihre Nachbar*innen engagiert. Sie haben unter anderem Mund-Nasen-Bedeckungen genäht und eingekauft - „um der Gesellschaft in dieser Notsituation etwas zurückzugeben, der sie viel zu verdanken haben“, erzählt Prescher. Einige hätten auch als Übersetzer für Ärzt*innen gearbeitet und in Krankenhäusern geholfen bei Verständigungsschwierigkeiten mit Patient*innen, die kein Deutsch konnten. „Da sind sehr viele inspirierende Geschichten entstanden“, sagt Prescher.

Mitte September wird der Volkspark Friedrichshain gesäubert

Auch bei der „Gemeinsamen Sache“ hat GoVolunteer drei Projekte angemeldet. Dabei sind Freiwillige herzlich willkommen. Am 17. September werden in Mitte von 14.30 bis 19 Uhr Stolpersteine zur Erinnerung an in der NS-Zeit ermordete Berliner geputzt. „Erst geben wir eine kleine Einführung über die Stolpersteine, und dann gehen wir in kleinen Gruppen zusammen mit dem Putzzeug los“, so Prescher.

Außerdem will GoVolunteer am 14. September eine Clean-Up-Aktion im Volkspark Friedrichshain machen, um den Park vom Müll zu befreien. Und am 18. September geht es von 10 bis 18 Uhr in die Döberitzer Heide. Gemeinsam mit der Plattform GoNature, die von der Heinz Sielmann Stiftung gefördert wird, soll das Naturschutzgebiet westlich von Berlin erkundet werden. Vielen sei nicht bewusst, dass sich direkt vor den Toren Berlins jeder in einem so wertvollen Naturschutzgebiet engagieren könne, sagt Prescher. Bei einer Führung durch die Heide solle das geändert werden.

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