Löschfahrzeug der Berliner Feuerwehr bei einem Einsatz in Berlin-Treptow. Foto: imago/Seeliger
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Berliner Feuerwehr: Erhöhte Brandgefahr wegen Hitze und Trockenheit

Am Montag brannten Wiesen und Waldstücke an mehreren Orten Berlins. Die S-Bahnlinie 1 konnte vorübergehend nicht fahren.

Die Sonne strahlt über Berlin, als wäre es schon Sommer. Die Hitze freut Hauptstädter und Touristen. Doch die Kombination von Hitze und extremer Trockenheit erhöht auch die Brandgefahr. Bei Wind breiten sich Feuer schnell aus.

Am Montag musste die Feuerwehr mehrfach ausrücken, um Wiesen- und Waldbrände zu löschen. Und die Temperaturen steigen weiter, am Donnerstag sollen sie laut Deutschem Wetterdienst bis zu 27 Grad erreichen.
Am Montagnachmittag um 16:45 Uhr wurde die S-Bahnlinie 1 zwischen Botanischer Garten und Schöneberg kurzzeitig gesperrt. Ursache war ein Feuerwehreinsatz direkt am Gleisbett. Trockenes Gras auf einer Fläche von etwa 200 Quadratmetern hatte sich entzündet. Doch die Feuerwehr arbeitete schnell. Schon kurz nach 17 Uhr konnte die S-Bahn wieder fahren.

Etwa zur selben Zeit brannten an der Ahrensfelder Chaussee in Marzahn-Hellersdorf etwa 5000 Quadratmeter Wiese mit Gehölz. Das große Areal konnte allerdings innerhalb kurzer Zeit gelöscht werden - von nur einem Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr. Das teilte Dominik Pretz mit, Pressesprecher der Berliner Feuerwehr.

Länger dauerte es in Friedrichshagen: Dort standen insgesamt 250 Quadratmeter Wald in Brand. Die Feuerwehr wurde um 16:48 Uhr gerufen, erst eineinhalb Stunden später war der Brand gelöscht. Insgesamt waren dazu elf Fahrzeuge und 31 Einsatzkräfte nötig.

Und bereits um 17:22 Uhr brannte ein weiteres Areal von 100 Quadratmeter in der Elfriede-Kuhr-Straße in Rudow. Bei der Löschung dieses Brandherdes arbeiteten die Berliner Feuerwehrleute über die Landesgrenzen hinweg mit der Freiwilligen Feuerwehr Schönefeld in Brandenburg zusammen.

Waldbrand in Köpenick

Bis zum nächsten Notruf dauerte es nicht lange. Um 19:17 Uhr wurde die Feuerwehr an die Köpenicker Straße in Köpenick gerufen, wo 300 Quadratmeter Waldboden und Baumstämme brannten. Ein Fahrzeug mit sechs Einsatzkräften brachte die Situation in einer halben Stunde unter Kontrolle.
In der Bessemerstraße in Schöneberg stellte ein weiterer Böschungsbrand mit einer Fläche von 400 Quadratmetern die Feuerwehrleute vor eine besondere Herausforderung. Die Wasserversorgung auf dem Gelände eines ehemaligen Güterbahnhofs erwies sich als sehr schlecht. Daher mussten zuerst längere Schlauchleitungen verlegt werden.
Das käme in der Großstadt vergleichsweise selten vor, sagt Feuerwehr-Pressesprecher Dominik Pretz. Durch ein dichtes Netz von Hydranten stünde an den meisten Einsatzorten sofort Löschwasser bereit. Außerdem führe die dichte Bebauung dazu, dass Brandherde früher bemerkt würden als zum Beispiel im dünn besiedelten Flächenland Brandenburg.

Die Häufung von Wald- und Wiesenbränden könnte auf die Feiertage zurückzuführen sein, vermutet Pretz. Wenn mehr Menschen ins Grüne fahren, steigt auch das Risiko, durch Unachtsamkeit ein Feuer zu entzünden. Für die kommenden heißen Tage ruft die Feuerwehr zu erhöhter Vorsicht auf, vor allem beim Rauchen und Feuermachen in Waldnähe.

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