Die Domäne Dahlem in Berlin-Zehlendorf. Foto: Kai-Uwe Heinrich
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Berlin-Zehlendorf Platz erinnert an Lucie Strewe

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In Zehlendorf wird am 18. Mai ein Platz nach der "Stille Heldin" benannt. Im Nationalsozialismus versteckte Lucie Strewe verfolgte Jüdinnen und Juden vor dem Regime.

Ehrung für eine „Stille Heldin“: Am 18. Mai wird in Zehlendorf ein Platz nach Lucie Strewe benannt. Bis sie 86 Jahre alt war, ging Lucie Strewe in der Krummen Lanke baden. 1878 wurde sie als Tochter eines Richters geboren; sie erlebte beide Weltkriege – und ergriff stets Partei, für die Menschen. Im Nationalsozialismus versteckte sie Jüdinnen und Juden vor den Schergen des Verfolgungsregimes in ihrer Wohnung und bei Bekannten. Für ihren mutigen Einsatz wurde Lucie Strewe 1961 vom Berliner Senat als „Unbesungene Heldin“ gewürdigt.

Dann wurde es still um die „Stille Heldin“. Sie starb 1981, ihr Grab befindet sich auf dem Zehlendorfer Waldfriedhof.

Am Freitag, 18. Mai, wird um 12 Uhr der Platz an der Einmündung Busseallee und Fischerhüttenstraße in Lucie-Strewe-Platz umbenannt. Lucie Strewe hatte seit den 50er Jahren in der Fischerhüttenstraße 56a gelebt, zuvor wohnte sie in der Spanischen Allee und im Albiger Weg. Familienmitglieder aus Deutschland, Australien, Neuseeland und den USA werden erwartet, Stadträtin Maren Schellenberg (Grüne) wird ein Grußwort sprechen. Die von der Familie gegründete „Lucie Strewe Stiftung“spendet eine Bank für den Platz – „ganz im Sinne der Namensgeberin, denn ihr war es wichtig, sich mit Menschen auszutauschen“, schreibt die Stiftung.

Am Abend zeigt das Bali-Kino (Teltower Damm 33) in Anwesenheit von Familienmitgliedern um 18 Uhr den Film „Die Unsichtbaren“, sowie einen Kurzfilm über Lucie Strewe, den ihr Enkel Chris Strewe erstellt hat.

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