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Kriminaltechniker der Polizei gehen in ein von einem Feuer zerstörtes Gebäude an der Berliner Kühleweinstraße, in der ein Moscheeverein untergebracht ist. Foto: Paul Zinken/dpa
© Paul Zinken/dpa

Update Berlin-Reinickendorf Senator Geisel besucht nach Brandanschlag Moschee

Claudia Malangré Caspar Schwietering

Am frühen Sonntagmorgen brannte es in einer Moschee in Reinickendorf - die Polizei geht von einer politisch motivierten Straftat aus. Vor Ort haben sich Gemeindemitglieder, Anwohner und politische Prominenz versammelt.

In der Nacht von Sonnabend auf Sonntag hat es in einer zum muslimischen Verband Ditib gehörenden Moschee in Reinickendorf gebrannt. Am Sonntagmittag hat Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) den Tatort besucht. Er sei hier, um seine Solidarität zu zeigen, sagte er. Auch Reinickendorfs Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU) kam, ebenso wie CDU-Innenpolitiker Burkard Dregger. Seit dem Morgen haben sich zudem 200 bis 300 Gemeindemitglieder und Anwohner versammelt. Deutsche und türkische Fahnen sind zu sehen. Viele Gemeindemitglieder vermuten Kurden hinter der Tat. Senator Geisel sagte vor Ort, es sei noch zu früh für Vermutungen.

Das Feuer wurde gegen 2.05 Uhr gemeldet, wie ein Sprecher der Berliner Feuerwehr mitteilte. Daraufhin wurden 48 Einsatzkräfte alarmiert, die den Brand mithilfe von drei C-Rohren und mit Schutz von Atemschutzmasken bekämpften. Der Hauptraum der Koca Sinan Moschee in der Pankower Allee, die sich im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses befindet, brannte völlig aus. Ein Überschlagen des Feuers auf die darüber liegenden Wohnungen konnten die Einsatzkräfte verhindern. Gegen 3.30 war der Brand gelöscht und der Einsatz für die Feuerwehr beendet. Bei dem Brand wurde niemand verletzt, teilte die Polizei am Sonntagvormittag mit.

Die Polizei geht von einem Brandanschlag aus. Zeugen hätten den Einsatzkräften vor Ort berichtet, dass sie gegen zwei Uhr nachts ein Klirren hörten und drei Jugendliche sahen, die über den Letteplatz davonliefen. Als die Zeugen anschließend sahen, dass ein Fenster des Moscheevereins eingeworfen war, und ein Feuer in den Räumen der Moschee bemerkten, alarmierten sie Polizei und Feuerwehr. Nach derzeitigen Erkenntnissen werde von einer politisch motivierten Straftat ausgegangen, erklärte die Polizei. Deshalb ermittelt nun der Staatsschutz. (mit dpa)

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