Das Kanzleramtsgebäude in Berlin-Mitte wurde 2001 fertiggestellt. Foto: Kitty Kleist-Heinrich
© Kitty Kleist-Heinrich

Berlin-Mitte Bundeskanzleramt wird erweitert

Im Kanzleramtsgebäude fehlt es an Platz: Bis 2027 soll ein neuer Gebäudekomplex entstehen - mit 400 Büros, Kita und Helikopter-Landeplatz.

Im Bundeskanzleramt reicht der Platz nicht mehr, einzelne Arbeitsbereiche der Regierungszentrale mussten schon in andere Gebäude ausgelagert werden. Rund 17 Jahre nach der Fertigstellung des Amtsgebäudes von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) steht nun fest: Es wird einen Erweiterungsbau geben.

Die Regierung will das sogenannte Band des Bundes erweitern und in einem neuen Gebäudekomplex Platz für rund 400 Büros schaffen. Baubeginn soll in rund fünf Jahren sein, die Fertigstellung ist für 2027 vorgesehen. Die Kosten für den Erweiterungsbau stehen zwar noch nicht fest, Insider gehen aber von rund einer halben Milliarde aus.

Kita geplant

Auch eine eigene Kita für die Kinder der Beschäftigten des Kanzleramtes ist im Neubau geplant. Die in Sichtweite gelegene Bundestagskita ist offenbar schon jetzt zu klein für die Kinder von Mitarbeitern des Bundestages. Daher werden Bewerbungen von Eltern, die im Kanzleramt arbeiten, derzeit regelmäßig abgelehnt.

Nun sollen für deren Kinder eigene Kita-Betreuungsplätze geschaffen werden. 15 Plätze könnten es nach ersten Planungen werden. Außerdem sollen die künftigen Regierungschefs und deren Gäste in Zukunft nicht mehr neben, sondern direkt auf dem Dach der Regierungszentrale mit dem Helikopter landen können, weshalb auf dem Erweiterungsbau ein Landeplatz vorgesehen ist.

Die Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank werden den Erweiterungsbau planen und mit großer Wahrscheinlichkeit errichten. Sie haben Ende der neunziger Jahre schon die Planungen und den Entwurf für das Regierungsviertel, also das Band des Bundes, verantwortet und das im Volksmund als „Waschmaschine“ verspottete Kanzleramt errichtet. Wegen der aus dieser Zeit herrührenden weitreichenden Urheberrechte sollen die Architekten Schultes und Frank den Auftrag für den Erweiterungsbau des Amtes auch ohne eine Ausschreibung erhalten.

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