Der Hauptbahnhof in Berlin. Foto: DPA
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Berlin-Mitte Bauleute fluten S-Bahn-Baugrube am Hauptbahnhof

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Keine Havarie, sondern Flutung nach Plan. 2020 sollen die ersten S-Bahnzüge vom Ring zum Bahnhof fahren.

Wasser im künftigen Bahnhof für die Nord-Süd-S-Bahn im Hauptbahnhof. Was zunächst wie eine weitere Havarie klingt, ist ganz planmäßig erfolgt: Die Bauleute haben die Baustelle selbst geflutet.

Nach dem erfolgreichen Einsatz eines Tauchbaggers in der Baugrube unter der Minna-Cauer-Straße, in die unplanmäßig Wasser eingedrungen war, kann nun das dortige Tunnelstück mit dem fertigen Rohbau am Hauptbahnhof verbunden werden. Dazu wird nach Angaben eines Sprechers die bisher trennende Betonwand mit deren Bewehrung per Hochdruckstrahl entfernt. Das dabei erforderliche Wasser werde in den Bahnhofsbereich geleitet und von dort an die Oberfläche gepumpt. Dem Rohbau schade das Wasser nicht.

Der Bau der bisher als S 21 bezeichneten Strecke vom Nordring zum Hauptbahnhof, die die Bahn wie berichtet nun City-S-Bahn nennen will, sei weiter im Zeitplan, sagte der Sprecher. 2020 sollen die ersten Züge zunächst an einem provisorischen Bahnsteig halten. Die Kosten waren einst mit 227 Millionen Euro veranschlagt. Wie teurer der Bau am Ende wird, sei noch nicht ermittelt, sagte der Sprecher weiter.

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- Deutschlandpremiere: Tauchbagger im Einsatz: Das hohe Grundwasser erfordert ungewöhnliche Lösungen beim Bau der neuen S-Bahn-Strecke 21 zwischen Nordring und Hauptbahnhof. Vor 2020 werden jedoch keine Bahnen fahren.

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- Es wird teuer, aber noch nicht zu teuer. Und Max Maulwurf hat auch etwas zu sagen. Lesen Sie hier einen "Checkpoint"-Auszug zu einem Berliner Bauprojekt mit Tunnelblick.

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