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Den Bahnhof Gesundbrunnen gibt es als U- und S-Bahnhof und für Fernzüge. Foto: Doris Spiekermann-Klaas
© Doris Spiekermann-Klaas

Berlin, lass stecken Sexspielzeug führt immer wieder zu Polizei-Einsätzen

Es gibt Dinge in Berlin, von denen eine echte Gefahr ausgeht – und andere, die täuschend echt danach aussehen. Berliner Alltag halt. Eine Glosse.

Grundsätzlich rechnet man in Berlin mit allem – und immer wieder zeigt sich auch: zurecht. Das muss auch ein Sicherheitsmann der Deutschen Bahn gedacht haben, als er am Freitag am Bahnhof Gesundbrunnen etwas fand, das wie eine Granate aussah.

Er rief die Polizei, es gab Sperrungen, die Züge fuhren ohne Halt durch – ein Großeinsatz. Am Ende gab es aber Entwarnung: Die angeblich explosive Waffe entpuppte sich als ein Sexspielzeug. Keine Handgranate, sondern ein sogenannter Analplug, also etwas, das nicht nur in der Hand gut liegen soll. Vertiefen wir’s nicht weiter.

Bereits im vergangenen Jahr hatte eine Joggerin eine verdächtige Tüte in einem Wald in Niederbayern entdeckt, wie damals vermeldet wurde. Da rückte gleich ein Sprengkommando an. Doch gefunden wurden neben einer „Granaten-Attrappe“ nur Kondome und Gleitgel. Die Polizei vermutete, dass jemand die Sachen diskret hatte entsorgen wollen, also ohne sie in den Müll zu werfen.

War der Grund in Gesundbrunnen ähnlicher Natur? Wollte der Be-Sitzer sich des Buttplugs also möglichst anonym entledigen? Oder war das Sextoy einfach aus einem Gepäck herausgerutscht?

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Denn Menschen nehmen Sexspielzeug offenbar gern auf Reisen mit. Zuletzt löste eines einen Alarm am Flughafen Schönefeld aus. Beim Durchleuchten des Gepäcks eines 31-Jährigen waren die verdächtigen Gegenstände entdeckt worden, wie es hieß. Sie hatten sich nicht im Aufgabegepäck befunden. Also müssen sie im Handgepäck gewesen sein oder direkt am Mann.

Die jetzige Nachricht erregt aber nicht groß die Gemüter. „Berlin halt“, sagte mein Mann dazu. Aber wehe, der entsorgte Buttplug wäre in die nicht dafür vorgesehene Mülltonne gekommen!

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