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Lächeln bitte. Am U-Bahnhof Alexanderplatz zeigt diese Passantin mit Mund-Nasenschutz Zähnchen. Foto: dpa/Kay Nietfeld
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Berlin in der Pandemie 100 Dinge, die Corona verändert hat

Durch das Virus ist vieles anders – in der Stadt und im Alltag der Menschen, im Großen wie im Kleinen. Was ist neu? Was fällt erst jetzt auf? Eine Sammlung.

Seit Mitte März hat Corona auch Berlin erfasst, mit einem Lockdown, der nun vorsichtig zurückgenommen wird. Doch das Virus wird die Stadt weiterhin beschäftigen, um eine neue Normalität wird politisch und gesellschaftlich gerungen.

Zeit für eine erste Bilanz: Was wäre ohne Corona nicht möglich, nicht denkbar gewesen? Was hat Berlin, was haben die Berliner aus der Krise gelernt? Wir haben uns Gedanken gemacht - und auch Sie gefragt, im Tagesspiegel-Newsletter Checkpoint und unter dem Hashtag #100Dinge auf Twitter, wo wir weitere Vorschläge sammeln. Hier eine Auswahl von 100 Neuerungen, Beobachtungen und Erkenntnissen.

1. Mit Herz und Maske
Berlin ist voller liebenswürdiger Rüpel. Sie meinen’s doch nicht so. Und zeigen sich gerade in der Krise mitfühlend.

Berlin kann auch zart. Das wegen der Corona-Maßnahmen fast leere Park Inn am Alexanderplatz schaltete seine Lichter in Herzform ein. Foto: Christophe Gateau/dpa Vergrößern
Berlin kann auch zart. Das wegen der Corona-Maßnahmen fast leere Park Inn am Alexanderplatz schaltete seine Lichter in Herzform ein. © Christophe Gateau/dpa

2. Immer schick
Jogginghosen passen zu (fast) allen Anlässen.

3. Mit Etikette
Einfach aneinander vorbeilaufen? Auf dem Bürgersteig geht es jetzt vor - zurück - zurück - lächeln - vor - vorbei.

4. Wirklich wahr
Gesundheit ist das Wichtigste, das hat man spätestens jetzt verstanden.

5. Mit Fahne ins Büro
Homeoffice heißt: Knoblauch, so oft und so viel man will. Und während der Arbeitszeit die Wäsche aufhängen. Aber auch das Gefühl: Der Arbeitstag nimmt kein Ende.

Wenn das Wohnzimmer zum Büro wird: Homeoffice ist für viele Berliner Realität geworden, mit allen Vor - und Nachteilen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa Vergrößern
Wenn das Wohnzimmer zum Büro wird: Homeoffice ist für viele Berliner Realität geworden, mit allen Vor - und Nachteilen. © Foto: Sebastian Gollnow/dpa

6. Es rutscht wieder
Leere Spielplätze sind toter als jeder Friedhof. Hoffentlich können sie geöffnet bleiben.

7. Handzahm
Desinfektionsmittel verwandelt manche Samtpfoten in eine fies juckende Kralle. Die Antwort: Lieber öfter die Hände mit Olivenkernseife waschen.

[Behalten Sie den Überblick: Jeden Morgen ab 6 Uhr berichten Chefredakteur Lorenz Maroldt und sein Team im Tagesspiegel-Newsletter Checkpoint über die aktuellsten Entwicklungen rund um das Coronavirus. Jetzt kostenlos anmelden: checkpoint.tagesspiegel.de]

8. Hallo, Teilnehmer
Wenn man jetzt Freunde oder Kinder anruft, gehen die auch meistens gleich ans Telefon.

9. Nicht selbstverständlich
Man lernt den Wert guter Arbeit zu schätzen – für einen Cappuccino, einen sortierten Supermarkt, einen Arztbesuch.

Ohne sie geht es nicht: Die Mitarbeiter der Supermärkte sind im Dauereinsatz - und im Dauerkontakt mit den Kunden. Foto: Rolf Vennernbernd/dpa Vergrößern
Ohne sie geht es nicht: Die Mitarbeiter der Supermärkte sind im Dauereinsatz - und im Dauerkontakt mit den Kunden. © Rolf Vennernbernd/dpa

10. Die Natur macht ihr Ding
Den Frühling nimmt man anders wahr, genauer, fast wie in Zeitlupe.

11. Ordnung muss rein
Wer jetzt mehr aufräumt, stellt fest, wie gut das dem Wohlbefinden tut.

12. Demokratie-Lektion
Das ganze Land, Politik und Wissenschaft, lernen in einem Crash-Kurs, wie viele (unterschiedliche) Ansprüche und Anliegen wir alle an den Staat haben.

13. Geflügeltes Wort
„Bleib gesund“ ist das neue Tschüssikowski, Bye, Ciao und Adé.

Diese Worte wurden nie öfter gesagt als jetzt. Foto: Hendrik Schmidt Vergrößern
Diese Worte wurden nie öfter gesagt als jetzt. © Hendrik Schmidt

14. Spaßbremse
Wenn das Kleinkind strahlend auf andere Kinder zuläuft und man es zurückhalten muss – das tut weh.

15. Einsatz in vier Wänden
Die Baumärkte waren immer geöffnet. Nun hat halb Berlin neue Tapeten und botanische Gärten auf dem Balkon.

16. Die sehr kleine Kneipe
Zu Hause Bier trinken ist einfach nicht das Gleiche. Dafür stinken am nächsten Morgen nicht die Klamotten.

17. Fahrradweg? Geht doch!

Bezirksämter können auch schnell arbeiten, wenn sie nur wollen. Bestes Beispiel: Die neuen Pop-up-Radspuren.

Verrückt, was auf einmal alles geht. Pop-up-Radspuren sorgen für den nötigen Sicherheitsabstand bei Radfahrern. Foto: Annegret Hilse/Reuters Vergrößern
Verrückt, was auf einmal alles geht. Pop-up-Radspuren sorgen für den nötigen Sicherheitsabstand bei Radfahrern. © Annegret Hilse/Reuters

18. Entdeckung im Kiez
Endlich kann man sich Kaffee und Kuchen in dem Café abholen, in dem man auch sonst nie einen Platz bekam.

[In unseren Leute-Newslettern berichten wir wöchentlich aus den zwölf Berliner Bezirken. Die Newsletter können Sie hier kostenlos bestellen: leute.tagesspiegel.de]

19. Mehr als genug Abstand
Rund ums Brandenburger Tor und die Friedrichstraße ist Berlin ohne Touristen richtig leer.

Es war einmal. Das Brandenburger Tor. Einstige Touristenattraktion. Foto: Christophe Gateau/dpa Vergrößern
Es war einmal. Das Brandenburger Tor. Einstige Touristenattraktion. © Christophe Gateau/dpa

20. Ohrenschmaus
Weniger Verkehrslärm am Himmel und auf den Straßen im Kiez – daran könnte man sich gewöhnen.

21. Stadt im Zwang
Ohne die Freiheit ist Berlin auch nur eine Hauptstadt.

22. Ausgefranst
Für manche sind Friseurbesuche sehr wohl systemrelevant. Und man sieht: Nicht jeder hat Talent zum Selberschneiden.

23. Maskenball
Vermummung ist jetzt nicht nur in der Rigaer Straße angesagt, sondern auch in Bussen und Bahnen, in Geschäften und öffentlichen Gebäuden.

24. Hertha macht weiter
Bälle rollen nicht, Köpfe schon. Auch ohne Turniere feuert der Verein Spieler.

25. Solidarität macht schön
Wenn bald wieder alle frei sein sollen, muss Berlin zusammenhalten.

26. Bei der Stange bleiben
Spargel – offenbar auch ein systemrelevantes Thema. Aber was ist mit den Saisonarbeitern aus dem Ausland?

Systemrelevant. Spargelkönigin Gina-Luise Schrey präsentiert den ersten Beelitzer Spargel. Foto: Soeren Stache/dpa Vergrößern
Systemrelevant. Spargelkönigin Gina-Luise Schrey präsentiert den ersten Beelitzer Spargel. © Soeren Stache/dpa

27. Frisch im Rennen
Joggen in Straßenschuhen und abgeschnittenen Jeans, nach fünf Minuten schon aus der Puste: Die Seit-Corona-Läufer sind leicht erkennbar.

28. Kinder, Kinder
Die Krise trifft die Kleinen und ihre Eltern besonders schwer. Kinderlose sehen das Chaos und verschieben die Familienplanung auf unbestimmte Zeit.

29. Ein Herz für nebenan
Die Anonymität der Großstadt weicht Interesse und Sorge füreinander. Nachbarn helfen sich – und grüßen sogar.

30. Pakt mit dem Putzteufel
Wenn man ständig zu Hause ist, erhöht sich die wöchentlich erforderliche Wohnungsputzquote etwa um den Faktor 2,5.

31. Lass mal was springen
Ob Spenden oder Gutscheine: Wenn Berlins Läden, Restaurants und Clubs um Unterstützung bitten, zeigen sich viele hilfsbereit – in der Hoffnung, dass es wirkt.

32. Sag mal, Oma ...
Wir reden wieder mehr über die Älteren und werden uns bewusst: Sie sind ein Teil der Gesellschaft. Und manche von ihnen haben schon Schlimmeres erlebt.

Zusammenhalt. Gerade mit unseren älteren Menschen. Die haben nämlich schon Schlimmeres erlebt. Foto: Kitty Kleist-Heinrich Vergrößern
Zusammenhalt. Gerade mit unseren älteren Menschen. Die haben nämlich schon Schlimmeres erlebt. © Kitty Kleist-Heinrich

33. Abgeflogen
Dass der Flughafen Tegel schließen könnte, bevor der BER eröffnet, war bis vor Kurzem noch unwahrscheinlicher als eine Eröffnung in Schönefeld im Herbst.

34. Tapfere Schneiderlein
Nicht nur kleine Modelabels – ganz Berlin kann plötzlich mit der Nähmaschine umgehen und produziert Masken.

35. Hauptsache anstehen
Nix los vorm Berghain, dafür wartet man jetzt vor manchem Supermarkt.

Club-Atmosphäre. Lange Schlangen vor den Geschäften der Stadt. Foto: Christoph Soeder/dpa Vergrößern
Club-Atmosphäre. Lange Schlangen vor den Geschäften der Stadt. © Christoph Soeder/dpa

36. Freie Bahn
In der Regionalbahn RB10 gab es plötzlich die große Sitzplatzauswahl zwischen Spandau und Berliner Zentrum.

37. Auswärts essen
Das Picknick ist zurück! Trotzdem ist die Vorfreude groß, nun wieder in Restaurants und Cafés zu speisen.

38. Schöne neue Welt
Corona treibt die Digitalisierung voran, wie es keine Industrie 4.0 und kein Chief Digital Officer je vermocht haben.

39. Was Wirtschaft schafft
Die Freude darüber, dass Politik Betrieben in Not schnell und unbürokratisch helfen kann. Und dann die Enttäuschung, dass der Mittelstand erst betteln musste.

40. Neue Fähigkeiten
30 Sekunden, auch zwischen den Fingern – und Daumen nicht vergessen: Unsere Hände waschen wir jetzt wie Chirurgen.

41. Nicht nur klatschen
Ohne die Menschen, die im Gesundheitssystem arbeiten, geht gar nichts. Ob sie irgendwann nicht nur Applaus, sondern auch mehr Geld bekommen?

Applaus, Applaus. Über mehr Geld würde sich das Krankenhaus-Personal sicher auch freuen. Foto: Kay Nietfeld/dpa Vergrößern
Applaus, Applaus. Über mehr Geld würde sich das Krankenhaus-Personal sicher auch freuen. © Kay Nietfeld/dpa

42. Kulturkrampf
Theater, Konzerte, Lesungen per Stream, digitale Ausstellungen – gut, dass es das gibt. Umso schöner, wenn man das wieder live mit anderen gemeinsam genießen darf.

43. Worauf es ankommt
Der Wert der Familie ist gestiegen. Nie wieder stöhnen über Papas Marotten.

44. Mahlzeit
Jeder, wirklich jeder, kann ein bisschen kochen lernen (etwa mit unserer täglichen Rezeptkolumne). Dennoch: Ein Hoch auf die Betriebskantine!

45. Nichts verpasst
Kaum noch Termine, keine Geburtstagspartys: Klar kann das langweilig sein, aber es nimmt auch so viel Druck aus dem Kalender.

So geht Geburtstag heute. Keine Party. Dafür schön bemalte Straßen. Foto: Kitty Kleist-Heinrich Vergrößern
So geht Geburtstag heute. Keine Party. Dafür schön bemalte Straßen. © Kitty Kleist-Heinrich

46. Gutes tun
Andere in der Krise überraschen, das geht auch kontaktlos: Via Lieferdienst zum Essen einladen, Blumen oder Bücher schicken. Sich freuen hilft allen.

47. Schule des Lebens
Wer den Nachwuchs jetzt selbst unterrichtet hat, sieht den Lehrerjob mit ganz anderen Augen. Aber wer hätte gedacht, dass manche Lehrer nicht mal dienstliche Mailadressen haben?

48. Vielerlei Maß
Social Distancing ist nicht für alle gleich: Heimbewohner, Kinder, Singles, Kranke, Opfer häuslicher Gewalt und Obdachlose wissen, was das heißt.

49. Die hohe Flanierkunst
Spazieren ist spätestens seit Corona eine ernstzunehmende Freizeitbeschäftigung. Was man alles entdeckt, auch im eigenen Kiez, wenn man nur genau hinsieht!

Ernstzunehmende Freizeitbeschäftigung. Der Spaziergang. Foto: Kitty Kleist-Heinrich Vergrößern
Ernstzunehmende Freizeitbeschäftigung. Der Spaziergang. © Kitty Kleist-Heinrich

50. Spieltrieb
Netflix und Konsorten werden schnell öde. Das ist die Stunde der Gesellschaftsspiele, die Rückkehr von Schach und Puzzles (die kann man auch allein angehen).

51. Alles geht, nichts muss
Eine neue Sprache lernen, die Steuererklärung erledigen, jeden Tag Yoga machen, ein Buch schreiben – toll! Man kann aber auch akzeptieren, dass eine Pandemie kein Produktivitätswettstreit ist.

52. Auf Sendung
Die Videokonferenz ist ein neuer sozialer Raum mit eigenen Regeln. Wer redet wie viel? Muss man eine Hose tragen? Da wackelt schon wieder die Verbindung ...

53. Maximale Vorfreude
Endlich wieder die Enkelin in den Arm nehmen, mit den Freunden ins Stadion gehen, mit den Kollegen ein Feierabendbierchen trinken. Der Zeitpunkt wird kommen.

54. Can’t touch this
Umarmungen fehlen. Sehr.

55. Seelenstreichler
Sich etwas gönnen, wenn alles gerade schwer erscheint: Ein großes Eis zum Beispiel. Haben wir uns verdient.

56. Rhythmusgefühl
Viele schlafen jetzt mehr – und können ihren Tag selbst einteilen. Es ist tatsächlich so erholsam, wie es klingt.

57. Kleine Verkehrswende
Die Blechlawinen auf Berlins Straßen sind fast verschwunden. Dafür gibt’s jetzt manchmal Stau auf Fahrradwegen.

Fast freie Fahrt. Selten sah man die Straße des 17. Juni so leer. Foto: Kitty Kleist-Heinrich Vergrößern
Fast freie Fahrt. Selten sah man die Straße des 17. Juni so leer. © Kitty Kleist-Heinrich

58. Stubenhocker-Saison
Die Sonne lacht, da müsste man doch ... Nee, muss man gar nicht. Mit gutem Gewissen drin bleiben und auf dem Sofa faulenzen, das geht jetzt gut.

59. Wandertag
Wenn das Reisefieber allzu groß wird, finden sich auch die lässigsten Innenstadtbewohner auf einer Entdeckungstour in Spandau oder in der Malchower Aue wieder.

60. Heute leider nicht
Ohne Clubs und Bars, die nie schließen, ist Berlin nur ein spießiges Dorf.

61. Luftnummer
Übrigens: Man atmet auch durch die Nase. Eine Maske, die nur über dem Mund oder sogar unterm Kinn getragen wird, ist ein tragikomischer Anblick.

62. In Watte gepackt
Während in Politik und Medien die Lockerung das Thema der Stunde sind, bleiben noch immer viele Büros, Bahnhöfe und Kaufhäuser leer.

63. Immer mit der Ruhe
Hygieneregeln führen auch zu mehr Höflichkeit. Endlich kein Gedrängel mehr an der Supermarktkasse!

64. Auf Vorrat
Hamsterkäufe – ein faszinierendes Phänomen. Was die Leute so kaufen!

Die Klopapier-Vorräte dürften bei manchen nun bis 2022 reichen. Foto: Claudio Furlan/LaPresse/AP/dpa Vergrößern
Die Klopapier-Vorräte dürften bei manchen nun bis 2022 reichen. © Claudio Furlan/LaPresse/AP/dpa

65. Beobachtungsposten
Der Nachbar gegenüber raucht eindeutig zu viel.

66. Sparsam sparen
Wie leicht es ist, gerade weniger Geld auszugeben. Was man dabei leicht vergisst: Dieses Geld fehlt wiederum anderen, bei denen es nicht mehr ankommt. Also darf auch mal konsumiert werden, gern regional.

67. Dankbar durch die Krise
Wie schön es ist, eine eigene Wohnung zu haben, in der man es sich gemütlich machen kann, die einem Schutz bietet!

68. Allgegenwärtig
Wenn die Straßen leer sind, schaut man öfter nach oben und, tatsächlich, der Fernsehturm ist wirklich von fast überall zu sehen.

Der Fernsehturm ist von fast überall aus zu sehen. Hier im Regierungsviertel mit Wasserdusche. Foto: Paul Zinken/dpa Vergrößern
Der Fernsehturm ist von fast überall aus zu sehen. Hier im Regierungsviertel mit Wasserdusche. © Paul Zinken/dpa

69. Wer bist’n du?
Zwischen Homeoffice und Homeschooling lernt man viel über die Lebens- und Erfahrungswelten anderer Familienmitglieder – und bekommt mehr Verständnis.

70. Ruhig Blut
Es ist nicht immer leicht, unaufgeregt zu handeln. Aber wenn man es schafft, macht es vieles leichter.

71. Mit Aluhut
Links, rechts, esoterisch: Man kann an mehrere, ganz verschiedene Verschwörungstheorien gleichzeitig glauben.

72. Impro-Show
Dezentrale Essensausgabe und Gabenzäune für Obdachlose, kreative Fernunterrichtsmethoden, ein Geburtstagsständchen unterm Balkon, Cocktaillieferung ohne Barbesuch – toll, was sich manche in der Krise einfallen lassen!

73. Willkommene Ausrede
Man muss sich keinen Grund mehr ausdenken, um am Wochenende die Schwiegereltern nicht treffen zu müssen.

74. Is’ doch egal
Wem die Lust aufs Shoppen vergangen ist, merkt mitunter: Man kann auch mal einen Trend auslassen.

Wer leicht in einen Kaufrausch verfällt, konnte während des Lockdowns durchatmen. Foto: Britta Pedersen/dpa Vergrößern
Wer leicht in einen Kaufrausch verfällt, konnte während des Lockdowns durchatmen. © Britta Pedersen/dpa

75. Der späte Vogel
Ohne Stress am Morgen sind Kinder (und Eltern) glücklicher. Darum Schule nicht vor 9 Uhr!

76. Wir sind Virologe
Fachlich stark, überlegt und vorsichtig in seinen Aussagen: Deutschlands Corona-Experte kommt natürlich aus Berlin. Nun kennt jeder Christian Drosten.

Christian Drosten, Berliner Corona-Experte. Einfach klasse! Foto: Michael Kappeler/dpa Vergrößern
Christian Drosten, Berliner Corona-Experte. Einfach klasse! © Michael Kappeler/dpa

77. Jetzt mal Tacheles
Man hat mehr Zeit für seine engsten Mitmenschen – und kann endlich mal alle Themen auf den Tisch bringen.

78. Tierreich
Füchse lieben die leere Potsdamer Straße.

79. Film ab
Keiner hustet, keiner raschelt mit Popcorn? Auch das kann man vermissen.

80. Kann das weg?
Vor Mülleimern türmen sich die Pizzakartons der Abholer, auf den Gehwegen liegen Gummihandschuhe und Einwegmasken. Muss doch nicht sein.

81. Im Hamsterrad
Wenn man Homeschooling, Haushalt, Kochen und Homeoffice erledigen muss, bleibt keine Zeit für anderes.

82. Kleine Welt
Morgens drei Meter ins Bad, von dort fünf Meter zum Arbeitsplatz. Corona – die Zeit der kurzen Wege.

83. In die Hände gespuckt
Im Homeoffice arbeiten manche besser. Weniger Ablenkung macht’s möglich.

Homeoffice. Der neue Begriff für: Ich gehe zur Arbeit. Foto: Sebastian Gollnow/dpa Vergrößern
Homeoffice. Der neue Begriff für: Ich gehe zur Arbeit. © Sebastian Gollnow/dpa

84. Teamgeist
Gemeinsame Pause, ein kurzer Plausch – Kollegen fehlen mehr als gedacht.

85. Planespotting
Ein Kondensstreifen, ein Flugzeug am Himmel – Sensation!

86. Privatparadies
Ein eigener Garten ist in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen unbezahlbar.

87. Schmutziger wird’s nicht
Wer einmal mit Desinfektionsmittel und Taschentuch den Griff eines Einkaufswagens gesäubert hat, wird den Anblick nicht vergessen.

88. Stars ohne Rampenlicht
Die Pandas wurden groß – und keiner schaute zu.

Keine Besucher? Pit und Paule, wie die Panda-Jungen von den Pflegern genannt werden, sind trotzdem weiter gewachsen. Foto: imago/ZUMA Press Vergrößern
Keine Besucher? Pit und Paule, wie die Panda-Jungen von den Pflegern genannt werden, sind trotzdem weiter gewachsen. © imago/ZUMA Press

89. Mit Abstand betrachtet
Neues Corona-Hobby: Mit dem Einer-Kajak über Spree oder Havel paddeln.

90. Speckmantel
Ein paar Krisen-Kilos sind nicht schlimm, sondern eiserne Reserve.

91. Stadtnatur
Wer ins Grüne will, muss nicht nach Brandenburg. Hallo, Tegeler Forst!

92. Zukunftsmusik
Wir machen uns Gedanken darüber, wie die Welt nach der Pandemie aussehen könnte. Das ist auch eine Chance.

93. Nabelschau
Das Virus lässt uns die anderen Probleme in der Welt leider vergessen.

94. Tote Hose
Flirten und Corona passen nicht zusammen. Die Dates holen wir nach.

95. Ferien daheim
Es muss nicht immer eine Fernreise sein – Urlaub zu Hause entspannt.

96. Halb voll oder halb leer
Verantwortungsvoller Genuss? Manch einer soll in der Krise mehr als sonst getrunken haben.

Prost. Noch ein Gläschen, um die Pandemie zu ertragen? Foto: Daniel Reinhardt/dpa Vergrößern
Prost. Noch ein Gläschen, um die Pandemie zu ertragen? © Daniel Reinhardt/dpa

97. Buchturm zu Babel
Endlich alles weglesen, was sich auf dem Nachttisch aufgestaut hat – ein Genuss. Und wenn der Alltag pausiert, bleibt sogar genug Muße den ganzen Tagesspiegel und den „Checkpoint“-Newsletter in Ruhe zu lesen.

98. Ballast abwerfen
Wie schön das Leben plötzlich ist ohne die Töpfergruppe und den Chor, ohne das autoritäre Gehabe des Chefs. Das kann nach Corona gern so bleiben.

99. Relative Distanzen
Wenn man ohnehin niemanden treffen darf, rücken Freunde, die weit weg wohnen, gefühlt näher.

100. Was bleibt
Ob tiefenentspannt oder reif für die Insel: Die Berliner erleben diese Zeit so unterschiedlich, wie sie nun mal sind – die Menschen in dieser Stadt.

Wann kippt die Stimmung? Zwischen Nervosität, Galgenhumor, Gleichgültigkeit und Wut - so erlebt Berlin die Krise. Foto: Jörg Carstensen/dpa Vergrößern
Wann kippt die Stimmung? Zwischen Nervosität, Galgenhumor, Gleichgültigkeit und Wut - so erlebt Berlin die Krise. © Jörg Carstensen/dpa

Wir sammeln weitere Facetten und Gedanken

Unter dem Twitter-Hashtag #100Dinge sammeln wir weiter, was Corona verändert hat. Vielen Dank an die Ideengeber:

„Checkpoint“-Newsletter-Leser: Viveka Ansorge, Thomas Balzer, Bernhard Braune, Manfred Füger, Hilke Gerdes, Anna-Lotta Geyssel, Silke Hartmann, Klara Hegerath, Andrea Horakh, Regine Kost, Jens Kretzschmar, Lydia Neilson, Karsten Ortner, Eva Schüürmann

Tagesspiegel-Redaktion: Julius Betschka, Elisabeth Binder, Corinna Cerruti, André Görke, Felix Hackenbruch, Markus Hesselmann, Ann-Kathrin Hipp, Christian Hönicke, Robert Ide, Fatina Keilani, Til Knipper, Constanze Nauhaus, Angie Pohlers, Kai Röger, Marie Rövekamp, Ingo Salmen, Carsten Werner, Ulrich Zawatka-Gerlach.

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