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Schneeleoparden gibt es schon seit einer Zeit in Friedrichsfelde zu bewundern. Foto: Olaf Wagner/Imago
© Olaf Wagner/Imago

Update Baupläne für neue Landschaft vorgestellt Der Berliner Tierpark bekommt ein Himalaya-Gebirge

Farangies Ghafoor

Ab 2022 können Berliner:innen die Flora und Fauna vom „Dach der Welt“ bestaunen. 20 Tierarten sollen in der neuen Himalaya-Landschaft untergebracht werden.

Berlin bastelt seinen eigenen Mount Everest aus Bauschutt von der Großbaustelle am Hauptbahnhof. Der wurde auf dem Gelände des Tierparks abgeladen und dort 2022 die Eröffnung des „Himalaya-Gebirge“ möglich machen.

Am Montagmorgen stellte Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem zusammen mit Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) die Baupläne für den neuen Parkabschnitt vor. Darin sollen Tierarten aus der Himalaya-Region ein neues Zuhause finden. Aber auch solche, die klimatisch in die Region passen, werden dort untergebracht. Das umfasst insgesamt 20 verschiedene Tierarten, darunter Schneeleoparden oder Rote Pandas.

Im Zuge der Umgestaltung werden einige Tierarten, wie zum Beispiel die Elche, in andere Bereiche des Parks umgesiedelt. Dafür ziehen während der Bauarbeiten die eigentlichen Bewohner des Bereichs an andere Stellen des Parks um. Einige kommen in für Besucher nicht zugängliches Bereiche des Tierparks und sind somit zeitweise nicht zu sehen.

Die Bewohner der neuen Anlage leben schon im Tierpark, es kommen aber auch neue Tierarten dazu. Diese erhält der Tierpark über eine Kooperation mit anderen Zoos – so zum Beispiel die Francois-Languren, die bisher nicht im Berliner Tierpark leben. Die Weltnaturschutzorganisation hat diese Affenart als stark gefährdet eingestuft. Diese Klassifizierung sei unter anderem ein Kriterium bei der Auswahl der neuen Tiere gewesen, sagte Knieriem.

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Eine weitere wichtige Motivation hinter der Umgestaltung ist aber wohl der Mensch: 2019 zog der Tierpark 1,7 Millionen Gäste an. Finanzsenator Kollatz sieht „Luft nach oben“ bei den Besucherzahlen.

Dabei betont er, dass mit der Erweiterung und laufenden Umgestaltung besonders Besucher:innen außerhalb von Berlin angesprochen werden sollen. Damit die kommen, sei die Investition in die Umgestaltung des Tierparks richtig. Die Kosten werden durch öffentliche Landesmittel getragen und belaufen sich für dieses Projekt auf 4,85 Millionen Euro.

Geplant wurde die neue Anlage von Mitarbeitenden des Tierparks und Kurator:innen der betreffenden Tierartbestände im Park. Die Landschaftsgestaltung wird seit 2018 mit der Hager Partner AG konzipiert.

Die neue Himalaya-Landschaft im Tierpark wird die Tierwelt aus der Himalaya-Region beherbergen. Foto: Tierpark Berlin Vergrößern
Die neue Himalaya-Landschaft im Tierpark wird die Tierwelt aus der Himalaya-Region beherbergen. © Tierpark Berlin

Die Himalaya-Gebirgsregion ist Teil eines größeren Umgestaltungsprojekts. Der Tierpark soll auf lange Sicht in geografische Zonen eingeteilt werden. Damit folge der Tierpark einem Trend, der auch in anderen Zoos so umgesetzt werde, erklärt Sprecherin Christiane Reiss. Auch im Leipziger Zoo gebe es zum Beispiel eine Himalaya-Gebirgsanlage. Das Konzept sei ähnlich, dabei werde die Gebirgsregion im Berliner Tierpark mit 60 000 Quadratmetern allerdings deutlich größer ausfallen.

In die Zonen sollen die entsprechenden Tiere einziehen, die an den Lebensraum angepasst sind. Knieriem sieht den Vorteil für Besucher:innen darin, dass die Tierwelt mit der Landschaft verbunden wird und dadurch der Lebensraum besser repräsentiert werde. Der Tierpark-Direktor arbeitet bereits seit 2015 an dieser thematischen Umgestaltung des Tierparks.

Auch wenn der Berliner Mount Everest nur 30 Meter hoch wird, macht sich der Schneeleopard auf der Spitze ganz sicher besser als aufgetürmter Schutt.

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