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Das Modellprojekt sollte kontrolliert und unter medizinischer Beobachtung stattfinden. Foto: Thomas Samson/ AFP
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Antrag zum Modellversuch abgelehnt Keine kontrollierte Abgabe von Cannabis in Berlin

Berlin wollte den Versuch starten, Cannabis kontrolliert als Genussmittel abzugeben. Das zuständige Bundesinstitut lehnte den Antrag jedoch ab.

Ein in Berlin geplanter Modellversuch zur kontrollierten Abgabe von Cannabis als Genussmittel kann voraussichtlich nicht in die Tat umgesetzt werden. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) lehnte den entsprechenden Antrag ab, wie ein Sprecher am Mittwoch sagte. Zuvor hatte die Zeitung „neues deutschland“ darüber berichtet.

Nach Informationen des Blattes verstößt das Vorhaben aus Sicht des Instituts gegen das Betäubungsmittelgesetz. Zudem sei der Modellversuch „weder medizinisch noch ethisch vertretbar“, zitierte die Zeitung aus einem Schreiben des Instituts an die Berliner Gesundheitsverwaltung. Der Sprecher äußerte sich nicht dazu und verwies darauf, dass der Bescheid noch nicht rechtskräftig sei und das Land noch Widerspruch einlegen könne.

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Im Zuge des Modellprojekts wollte der Berliner Senat Cannabis kontrolliert und wissenschaftlich begleitet an eine begrenzte Zahl erwachsener Studienteilnehmer abgeben. Ziel sei, Drogenkonsumenten zu einem risikoärmeren oder reduzierten Konsum zu bewegen, hieß es.

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hatte bereits vor einigen Jahren versucht, ein solches Projekt durchzusetzen. Das BfArM lehnte den Antrag des Bezirks damals ebenfalls ab. Medizinisches Cannabis können sich bestimmte Patienten in Deutschland seit 2017 vom Arzt verschreiben lassen. (dpa)

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