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Ein Rettungswagen der Berliner Feuerwehr fährt auf einer Straße. Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa
© Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

Angriff bei Kontrolle in Berlin-Neukölln 27-Jähriger schlägt und verletzt mehrere Polizisten

Ein Mann hat vergangene Nacht auf mehrere Polizeibeamte eingeschlagen, als diese ihn kontrollieren wollten. Sie mussten ins Krankenhaus.

Ein Mann hat in der Nacht zu Mittwoch in Neukölln mehrere Polizisten verletzt. Der 27-Jährige habe auf die Beamten eingeschlagen, als diese ihn kontrollieren wollten, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Zwei verletzte Polizisten kamen ins Krankenhaus. Nach ambulanten Behandlungen konnten sie die Kliniken inzwischen wieder verlassen. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sprach von insgesamt drei verletzten Kollegen.

Den Angaben zufolge hatten Zeugen gegen 0.30 Uhr in der Richardstraße beobachtet, wie ein Unbekannter in mehrere geparkte Autos hineinleuchtete, und daraufhin die Polizei alarmiert. Als Einsatzkräfte am Ort erschienen und den Mann ansprachen und zur Kontrolle anhielten, flüchtete dieser.

Dabei schlug er einem Polizisten, der die Verfolgung aufnahm und ihn einholte, zwei Mal mit der Faust gegen den Kopf und verletzte ihn. Dadurch gelang dem 27-Jährigen erneut die Flucht. Auf der Karl-Marx-Straße, wo ihn weitere Polizeibeamte stellten, schlug der Mann wieder auf die Beamten ein. Dabei verletzte er einen von ihnen an einer Hand.

Die Polizisten setzten daraufhin Pfefferspray und Schlagstock ein, jedoch erfolglos, der Tatverdächtige entkam. Erst zur Unterstützung gerufene Einsatzkräfte stoppten den Mann schließlich an der Ecke zur Erkstraße, brachten ihn zu Boden und nahmen ihn fest.

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Im Zuge der Festnahme erlitt der Mann der Polizei zufolge eine Platzwunde im Gesicht, die zunächst in einem Krankenhaus behandelt wurde. „Wegen seines Gemütszustandes“ sei auch eine Unterbringung in einer Klinik in Frage gekommen, hieß es. Diese wurde aber abgelehnt. Wegen des Verdachts, dass er Drogen genommen hatte, wurde ihm Blut abgenommen. Der Mann kam dann wieder auf freien Fuß.

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Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) machte auf die Herausforderungen aufmerksam, mit denen Beamte bei ihrer täglichen Arbeit konfrontiert würden.

„Wir reden über Menschen, die einen Dienst für diese Stadt leisten, der hohe körperliche Anforderungen mit sich bringt und bei dem man stets Gefahr läuft, nicht mehr gesund nach Hause zu kommen“, sagte GdP-Sprecher Benjamin Jendro. Die Gewerkschaft forderte erneut „die flächendeckende Einführung der Bodycam“. Sie schütze zwar nicht vor jedem solchen Angriff auf Polizisten, liefere aber zumindest Beweismaterial, damit die Justiz die Tat entsprechend bestrafe, sagte Jendro.

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