Mitarbeiter von Scout24 bei ihrem "Social Day". Foto: Charles Yunck
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Aktionstage "Gemeinsame Sache" Bei der Arbeit Gutes tun

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Wohnheime verschönern, Gärten anlegen, Benachteiligten helfen: Viele Firmen unterstützen das soziale Engagement ihrer Mitarbeiter bei „Social Days“.

Ein Dutzend Auszubildende der BVG werden am Aktionstag „Gemeinsame Sache“ am 7. September anpacken. Unter dem Motto „Vom Schotter bis zur Oberleitung“ werden die Gleisbau-Azubis bei der Parkeisenbahn in der Wuhlheide die Gleise und die Weichenanlagen instand setzen und alles erneuern, was verschlissen ist. Die BVG-Mitarbeiter unterstützen mit diesem Arbeitseinsatz tatkräftig die gemeinnützige Initiative, bei der viele Kinder und Jugendliche engagiert sind.

Wie die BVG machen es viele Unternehmen in Berlin – und es werden immer mehr. Viele Firmenleitungen unterstützen aktiv das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitarbeiter und stellen diese teilweise mehrmals im Jahr frei für Arbeitseinsätze. Gemeinsames Arbeiten für einen guten Zweck, bei dem man am Ende des Tages etwas Bleibendes geschaffen hat, schafft bei den Mitarbeitern ein besonderes Zusammengehörigkeitsgefühl. Durch die ehrenamtlichen Einsätze wächst zugleich auch ein gesellschaftliches Verantwortungsgefühl.

Zu den Unternehmen, die sich regelmäßig etwa bei „Social Days“ engagieren, gehört auch die Firma Gegenbauer. Mitarbeiter aus dem Bereich Angebotsmanagement planen am 6. September einen Arbeitseinsatz am Flughafensee in Tegel. Gemeinsam mit dem Naturschutzbund Deutschland werden die Gegenbauer-Beschäftigten im geschützten Grünbereich Unkraut entfernen, abgestorbene Gehölze entfernen und aufräumen.

"Wollen einen kleinen Beitrag leisten"

Bereits aktiv geworden sind auch die Wirtschaftsjunioren Berlin. Sie begleiteten in diesem Jahr 100 Erstklässler aus sozial benachteiligten Familien zum Schulbeginn. Sie haben Spenden gesammelt und Schultüten gepackt, die sie am vergangenen Sonnabend bei einem Hoffest der Sozialeinrichtung „Arche“ an die Kinder übergaben. „Wir wollten einen kleinen Beitrag für faire Bildungschancen und einheitliche Startbedingungen im Schulalltag leisten“, sagte Marc Krüger von den Wirtschaftsjunioren.

Das Pharmaunternehmen Pfizer hat sich im Rahmen der „Engagement-Tage 2018“ gleich eine ganze Reihe von Projekten vorgenommen. Die Mitarbeiter werden in Schöneberg mit sozial benachteiligten Jugendlichen Möbel bauen wie auch beim medizinischen Projekt „Überleben“, bei dem jährlich 600 Kinder und Jugendliche aus 40 Ländern hier medizinisch behandelt werden, die Aufenthaltsräume renovieren und verschönern. Andere Pfizer-Beschäftigte werden im Franziskaner-Kloster in der Wollankstraße in Wedding 300 bedürftige und obdachlose Menschen bekochen oder stellen sich als Mentoren für Flüchtlinge zur Verfügung, um deren Deutschkenntnisse zu verbessern und berufliche Ziele zu fördern.

Die Stiftung „Gute Tat“ bemüht sich, Initiativen, die Hilfe bei Projekten benötigen, mit Unternehmen zusammenzubringen, die sich gerne mit ihren Mitarbeitern engagieren möchten. In diesem Rahmen hat etwa die Deutsche Bahn Engineering & Consulting Gmbh mit der sozialen Einrichtung „Integra“ ein Mentorenprojekt zur beruflichen Orientierung von Geflüchteten aufgebaut. Die Stiftung „Gute Tat“ hat für die Aktionstage „Gemeinsame Sache“ einige Initiativen zusammengestellt, die besonders gut für die Unterstützung durch Beschäftigte von Betrieben geeignet sind. Einige Beispiele finden Sie im unten stehenden Kasten. Ansprechpartner bei der Stiftung ist Dr. Lorenz Lauer, Koordinator Unternehmensengagement: l.lauer@gute-tat.de.

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