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Bundesweit wollen am Donnerstag Menschen für besseres und sicheres Fahrradfahren demonstrieren. Foto: Gregor Bauernfeind/dpa
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Aktion zum Weltfahrradtag in Berlin Müllerstraße bekommt Pop-up-Radweg – für einen Tag

Am Donnerstag will die Initiative Changing Cities einen Pop-up-Radweg in Wedding errichten. Als Sperrpoller verkleidete Menschen sollen den Bereich abgrenzen.

Zum Weltfahrradtag an diesem Donnerstag (3. Juni) will die Verkehrsinitiative Changing Cities einen Pop-Up-Radweg in Berlin-Wedding einrichten.

Als Sperrpoller verkleidete Menschen sollen von der Fahrbahn an der Müllerstraße einen eigenen Bereich für Radfahrer abgrenzen, sagte Sprecherin Ragnhild Sørensen. „Wir stehen in einer Reihe und tragen rote Maleranzüge, um die Radfahrer vor den Autos zu schützen“.

Der provisorische Radweg bleibe zunächst nur für einen Tag bestehen. Über die Streckenlänge spreche die Initiative noch mit der Polizei. Jeder solle ihn benutzen können. Changing Cities fordert mehr Platz und Sicherheit für Radfahrer „auf allen Hauptverkehrsstraßen in Berlin, insgesamt 1400 Kilometer“, so Sørensen.

Die meisten deutschen Straßen seien immer noch reine Autostraßen. Radfahren sei oft gar nicht vorgesehen, teilte die Initiative in einer Pressemitteilung mit.

Immer wieder werden Radfahrer im Berliner Straßenverkehr bei Unfällen mit Autos verletzt. Am vergangenen Donnerstag verunglückte in Friedrichshain eine Radlerin tödlich.

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Laut einem Augenzeugen soll die junge Frau auf der Fahrradspur unterwegs gewesen sein. Dort kam es zum Zusammenstoß mit einem Lastwagen.

An mehr als zwei Dutzend Orten bundesweit wollen am Donnerstag ebenfalls Menschen für besseres und sicheres Fahrradfahren demonstrieren, darunter Leipzig, Köln und Frankfurt am Main. Aufgerufen zu den Aktionen hatte die Initiative „BundesRad, das Bündnis der Radentscheide“. (dpa)

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